STEYR. „Ich musste mich kürzlich einer Operation unterziehen und möchte mich auf diesem Wege bei allen Personen bedanken, welche sich hervorragend, freundlich und kompetent um mich gekümmert haben, was ich nicht als selbstverständlich erachte“, schreibt Wolfgang Bachner in seinem Leserbrief.

Ein herzliches Dankeschön an das Klinkum Steyr und alle wunderbaren Menschen, welche dort Dienst am Menschen versehen!
Eine Erfahrung möchte ich gerne mit Ihnen teilen: Meine Frau musste nach einem Unfall in einem südlichen Urlaubsland ins Spital. Die Menschen dort, ebenso nett und hilfsbereit, haben weder nach Geld oder Versicherung gefragt, haben vorbildlich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten geholfen!
Beim Eingang befand sich ein bewaffneter Wachdienst, die Tür zur Notaufnahme versperrt, zwei bewaffnete Wachmänner links und rechts der Tür, zu meiner Frau durfte ich meist nicht hinein. Ein paar große Räume wo die Menschen zusammengedrängt lagen. Als Decke diente für vier Tage eine Alu-Unfalldecke.
Wenn ich hinein durfte, dann hauptsächlich um meine Frau mit Essen zu versorgen, sie zu waschen und auf das WC zu bringen. Denn Krankenpfleger gibt es nur wenige und die kümmern sich um die wenigen Personen ohne Angehörige. In der Nacht mussten die Patienten die Wachmänner ansprechen um sie aufs WC zu bringen.
Wenn die Politik nicht bald munter wird, wird unser Gesundheitssystem ordentlich an die Wand fahren! Deswegen kann ich nur dringend an die Politik appellieren, jetzt zu handeln. Es ist schon 10 nach 12 Uhr, wollen wir nicht morgen in oben erwähnten Szenario aufwachen!
Sorgen Sie bitte für ein Umfeld, in dem sich die Ärzteschaft und das Pflegepersonal wohl fühlen und entwickeln kann, andernfalls hat dieses System keine Zukunft! Manchmal erweist es sich als klüger, jemanden zuzuhören, als zu sprechen. Haben Sie ein offenes Ohr für die Menschen, welche wir alle so dringen brauchen.
von Wolfgang Bachner, Aschach/Steyr


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