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STEYR. An seinem 34. Geburtstag hat Reinhard Großalber auf sozialen Medien bekannt gegeben, dass er nach dieser Saison seine Karriere beenden wird. Bislang hat der Torhüter 308 Spiele für Vorwärts Steyr bestritten.

Foto: Moser
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Ob der Vorwärts-Kapitän noch einmal in einem Pflichtspiel sein Team aufs Feld führen wird, ist mehr als fraglich. Noch gibt es die Option, die verbleibenden elf Runden in der HPYBET 2. Liga zu spielen. Sollte im Mai oder Juni gekickt werden dürfen, dann nur ohne Publikum, da bis  30. Juni ein Veranstaltungsverbot der Bundesregierung gilt.

Nur drei Vereine

Großalber begann bei seinem Heimatverein in Seitenstetten mit dem Fußballspielen. 2009 folgte der Wechsel zum SV Sierning, ehe es im Sommer 2012 zum SK Vorwärts ging. „Es waren 17 wundervolle Jahre Kampfmannschaftsfußball, für die ich mich bei allen meinen Wegbegleitern herzlichst bedanken möchte“, sagt der seit Dienstag 34-Jährige. 

Zwei Aufstiege

Bei Vorwärts avancierte der Tormann rasch zum Führungsspieler und Publikumsliebling. 2013 stieg er als OÖ-Liga-Meister mit den Rot-Weißen in die Regionalliga auf, 2018 gelang der Sprung in die 2. Bundesliga.  “Am meisten in Erinnerung werden mir sicher die vielen Siegesfeiern und Humpa-Tänze vor der Südtribüne bleiben“, sagt Großalber, der sich stets Zeit für die Anhänger nahm.

Sportlich auf Top-Niveau

Sein Abschied kommt für den Verein nicht überraschend, schon vor einem Jahr hatte Großalber ein Karriereende in Erwägung gezogen. “Es tut natürlich sehr weh, wenn ein echter Vorwärtsler wie Reini die Bühne Volksstraße verlässt.  Auf Grund der vielen Gespräche in den letzten Wochen und Monaten und der Tatsache, dass er sich auf dem höchstmöglichen sportlichen Niveau verabschieden kann, verstehe ich diese Entscheidung und weiß auch, dass sie ihm alles andere als leicht gefallen ist“, sagt Sportchef Jürgen Tröscher. Großalber wurde in der 2. Liga zum besten Torhüter der Hinrunde gewählt.

308 Spiele absolviert

Seinen bisher - und möglicherweise letzten - Pflichtspieleinsatz hatte der Lehrer des Gymnasium Werndlpark am 30. November 2019 beim 2:0-Heimsieg gegen Kapfenberg. Insgesamt stand der Jahrhundert-Torhüter des SK Vorwärts bei den Rot-Weißen 308 Mal zwischen den Pfosten.

Zeit für die Familie

Durch die Coronakrise hatte Großalber in den letzten Wochen viel mehr Zeit mit seiner Tochter Helena (3) und Ehefrau Sandra, einer Krankenschwester. „Der größte Dank geht natürlich an meine Familie, die mir jahrelang mein 'Hobby' überhaupt ermöglicht hat“, sagt der 34-Jährige. Seine Eltern hatten die Fußball-Leidenschaft gefördert, Bruder Philip - aktuell Tormanntrainer beim Lask - war ein jahrelanger Wegbegleiter.

Nachwuchs fördern

Dem Fußball will Reinhard Großalber erhalten bleiben. „Mein Augenmerk wird in Zukunft auf die Förderung und Entwicklung von jungen Törhütern liegen. Dazu werde ich jetzt die bereits begonnenen Ausbildungen fortsetzen, um dann auch bald wieder als Trainer am geliebten Rasen zu stehen.“

Reinhard Großalber für den SK Vorwärts:

214 Meisterschaftsspiele

 82 Freundschaftsspiele

   6 ÖFB-Cup-Spiele

   6 Landescup-Spiele

308 Spiele gesamt


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