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STEYR. Den Wachstumsmarkt China haben Studierende vom Campus Steyr der FH Oberösterreich bei einer Reise erkundet. Durch Einblicke in Wirtschaft, Kultur und Kulinarik des Landes konnten die Studierenden des Master-Studiums Global Sales and Marketing (GSM) auch ihre interkulturellen Kompetenzen vertiefen.

Ein Besuch auf der Chinesischen Mauer durfte nicht fehlen. Foto: FH OÖ
  1 / 2   Ein Besuch auf der Chinesischen Mauer durfte nicht fehlen. Foto: FH OÖ

„Diese Reise hat mein Bild von China verändert. Westliche Unternehmen gehen nicht mehr primär der billigen Produktion wegen nach China, sondern weil das Land auch für hochpreisige Produkte längst ein unglaublich dynamischer und attraktiver Markt ist“, sagt Adnan Cosic. Der 28-jährige GSM-Student bezeichnet China als „absoluten Zukunftsmarkt“ und lobt an der Reise vor allem den spannenden Mix aus interkulturellen Fachvorträgen, Firmenbesuchen und Besichtigungen. Erlebnisse, von denen auch sein Studienkollege David Znidersic profitiert. „China, seine Menschen und deren Denkweise sind uns nun näher. Dadurch wird das Errichten notwendiger Brücken zwischen unseren Kulturen einfacher“, ist der 22-Jährige Master-Student überzeugt.

„Genau aus diesem Grund sind Vorträge und Diskussionen in und über andere Länder und Kulturen wichtige Bestandteile unseres Studiums“, erklärt Dekanin Margarethe Überwimmer, gemeinsam mit FH-Professor Robert Füreder Leiterin der Reise. In einer zunehmend globalisierten Welt sei interkulturelle Kompetenz eine zentrale Schlüsselqualifikation. „Nur mit dem nötigen Wissen über Land und Leute lassen sich auch Geschäfte erfolgreich abwickeln“, so Überwimmer.

Nord-Süd-Gefälle in China

Die 50-köpfige Delegation von GSM-Studierenden war die bisher größte Studierendengruppe aus Österreich, die Peking besuchte. Der FH-Campus Steyr wurden als erste universitäre Einrichtung aus Österreich an der Partneruniversität, der University of International Business and Economics (UIBE) in Peking, empfangen. Die UIBE legt ihre Studienschwerpunkte auf Wirtschaft, Marketing und Handel, Vizepräsident Zhao Zhongxiu referierte daher über das Wirtschaftsmodell in China und dessen Entwicklung. Seine Kernaussage: Alles ist möglich, nichts ist einfach. Ein weiterer Vortrag von Professor Zhu Mingxia beschäftigte sich mit dem Verhalten chinesischer Konsumenten und Marketing im Land der Mitte. Die Steyrer Studierenden erhielten dabei spezielle Einblicke über das Nord-Süd-Gefälle in Chinas Bevölkerung.

Weltoffen, aufgeschlossen und liberal ist Chinas Süden, konservativ und bürokratisch hingegen der zentralasiatische Norden.Spannend war auch der Vortrag von Martin Glatz, der als Wirtschaftsdelegierter der Wirtschaftskammer Österreich über die Außenhandelsbilanz und das chinesische Import- und Exportgeschäft referierte. Ein weiterer Höhepunkt war das Treffen mit Raimund Löw, der als ORF-Auslandskorrespondent aktuell in Peking arbeitet und über Medienfreiheit und Zensur in China sprach. Löw appellierte an die Studierenden, offen für Neues zu sein und aktiv über den Tellerrand zu blicken. „Es geht nicht nur um Österreich oder die EU. Es geht um die globalen Zusammenhänge“, so der ORF-Journalist.

Einblicke in die Wirtschaft

Am Programm der Studienreise standen auch Firmenbesuche und damit Einblicke in die Wirtschaft. Die Firmenpalette reichte von der weltweit größten Banknotendruckerei CBPM-KEBA bis zum Automobilzulieferer ASIMCO, der speziell im Bereich Forschung stark investiert. Besucht wurde auch ein Endmontagewerk von Mercedes, bei BMW erfuhren die Studierenden mehr über die Käuferschicht bzw. die lokale Marktstrategie der Premiummarke.

Kultur erleben

Das kulturelle Erbe des Landes trat schließlich bei einer Besichtigung Pekings eindrucksvoll zutage. Besucht wurden der „Himmelstempel“, der „Summer Palace“ und die „Verbotene Stadt“ im Zentrum Pekings, welche ein Meisterwerk der chinesischen Architektur darstellt. Zudem konnten sich die Studierenden in Restaurants von der Vielfalt der chinesischen Küche überzeugen. Neben klassischer Pekingente gab es an der „Wangfujiing Food Street“ landestypische - wenn auch exotische - kulinarische Köstlichkeiten wie frittierte Schlangen, Skorpione oder Heuschrecken zu verkosten.


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