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STEYR. Seit Juni ist Franz Harnoncourt Geschäftsführer der OÖ Gesundheitsholding. Bei seinem Antrittsbesuch in Steyr betont er die Wichtigkeit einer regionalen medizinischen Grundversorgung vor Ort.

Von links: der neue Geschäftsführer der OÖ Gesundheitsholding Franz Harnoncourt, Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander und Michael Hubich, Ärztlicher Direktor des LKH Steyr Foto: rh

Die Gesundheitsholding vereint die ehemaligen gespag-Spitäler und in Kürze auch das Kepler Universitätsklinikum unter einem Dach. „Ich bin davon überzeugt, dass es für die regionalen Spitäler einen großen Vorteil bedeutet, einen strukturierten Zugang zu universitärer Forschung und Kompetenz im Verbund zu bekommen“, sagt der erfahrene Krankenhausmanager Harnoncourt.

Nahe beim Patienten

„Die medizinische Grundversorgung muss so nah wie möglich an den Patienten sein, hochkomplexe Eingriffe sollen hingegen in spezialisierten Zentren erfolgen. Wobei mit Zentrum nicht immer Linz gemeint ist“, betont der Sohn des 2016 verstorbenen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt. Der 57-Jährige ist in Wien und St. Georgen im Attergau aufgewachsen, studierte in Graz Medizin. Ab 1986 war er als Chirurg bei den Elisabethinen in Linz tätig, dort wechselte er 2011 in eine Führungsposition. Zuletzt war Harnoncourt Geschäftsführer der Malteser in Deutschland. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Nichts wird geschlossen

Die Spitäler in Steyr und Kirchdorf werden ab 2020 zum Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum (PEK). „Ein wichtiger und richtiger Schritt“, sagt der designierte Ärztliche Leiter des PEK Michael Hubich. 2.600 Mitarbeiter sind an den beiden Standorten beschäftigt, personelle Engpässe könnten künftig leichter kompensiert werden. „Es wird aber sicher kein Standort heruntergefahren oder eine Abteilung geschlossen“, betont Hubich. „Die wohnortnahe Versorgung bleibt erhalten. Die Bündelung und die damit einhergehende Erweiterung des Expertenwissens bietet zusätzliche Stärken.“


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