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STEYR. In Michaela Frechs Wahlkarten-Brief waren vier statt drei Wahlzetteln. Zudem ist bei der Bürgermeister-Direktwahl bei der 56-Jährigen ein falsches Geburtsjahr angegeben.

Michaela Frech (Foto: privat)
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Ein Zettel für die Landtagswahl, eine für die des Steyrer Bürgermeisters - und zwei für die Gemeinderatswahl. Michaela Frech staunte nicht schlecht, als sie ihren Wahlkarten-Brief öffnete. Bei der Betrachtung des Stimmzettels für die Bürgermeisterwahl stach der Kandidatin des Bürgerforums dann ein falsches Geburtsjahr ins Auge - nämlich ihr eigenes. Statt 1965 ist dort 1986 vermerkt. „Ich fühle mich zwar wie höchstens 35, bin aber laut Geburtsurkunde bereits 56 Jahre alt. Meine 24-jährige Erfahrung mit dem System 'Politik und Magistrat in Steyr' war mit ein Grund für meine neuerliche Kandidatur, da ohne mich eine wichtige Kontrollinstanz im Gemeinderat fehlen würde. Wie wichtig diese Kontrollfunktion ist, sieht man an diesem Vorfall ja deutlich. Niemandem war das anscheinend aufgefallen“, ärgert sich Frech. „Bei amtlichen Mitteilungen, noch dazu im Zusammenhang mit Wahlen, darf so etwas nicht passieren. Gleich zwei gravierende Mängel auf einmal sind zwei zuviel.“

Behörde entschuldigt sich

Beim Steyrer Magistrat bedauert man die Fehler. „Das ist trotz mehrmaliger Überprüfung vor der Drucklegung passiert. Auf die Gültigkeit der Stimmzettel oder gar die Rechtmäßigkeit der Wahl hat diese Fehlleistung jedoch keinen Einfluss. Ein Neudruck und Austausch ist daher nicht notwendig und wird – in Absprache mit der Landeswahlbehörde – nicht erfolgen“, stellt Magistratsdirektorin Martina Kolar-Starzer fest. Ein Hinweis auf das korrekte Geburtsjahr von Michaela Frech wird in jedem Wahllokal angebracht und bei jedem zukünftigen Wahlkartenversand mitgeliefert werden. Absolut nicht erklären können sich die mit der Abwicklung der Wahl befassten Mitarbeiter, dass beim Wahlkartenversand an Frech offensichtlich ein Stimmzettel zu viel ins Kuvert gerutscht ist. „Das ist noch nie vorgekommen. Wir werden aufgrund dieses bedauerlichen Vorfalles beim Einkuvertieren aber noch genauer sein und eine weitere, zusätzliche Kontrolle einführen“, sagt Dietmar Vorderwinkler, der gemeinsam mit seinem Team die Wahlen am 26. September abwickelt.


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