Neues Leben in alten Klostermauern
TIMELKAM. Das Kloster St. Anna in Oberthalheim hat eine wechselvolle Geschichte. Gegründet im Jahr 1497 – zur Zeit der Entdeckung Amerikas und der Erfindung des Buchdruckes – wird das nun ehemalige Kloster aktuell vom neuen Besitzer Anton Hüttmayr renoviert und in das 21. Jahrhundert geführt.

Mit zehn Prozent nach wie vor an der Immobilie beteiligt ist Maximilian Groiss. Auch er möchte die Zukunft des altehrwürdigen Hauses mitgestalten. Neben einer Zimmervermietung auf Hotelbasis werden auch Veranstaltungen abgehalten.Der zukünftige Schwerpunkt soll in der generationsübergreifenden Zusammenarbeit liegen. Neben der Kleinkinderbetreuung in Form eines Kindergartens nach Montessori-Pädagogik und einer Krabbelstube für die Kleinsten, betreut durch den Verein Springginkerl (der bereits das 25-jährige Jubiläum feierte), soll durch die einzigartige Klosteratmosphäre vieles, was im „lebensbejahenden Bereich“ angesiedelt ist, möglich werden.
Architektonisches Kleinod
Der Sakralsaal und der mit Fresken bemalte Klostergang sollen das Wertige und Bindende im Leben ermöglichen. Geplant sind neben Trauungen vor allem besondere, wertschätzende Tagungen beziehungsweise Empfänge. Der neu renovierte und mit zeitgemäßer Technik ausgestattete Veranstaltungssaal kann neben herkömmlichen Fachvorträgen auch zu allerlei hochwertigen Feiern – eben in einer Klosteratmosphäre – kurz- aber auch langfristig gebucht werden.Ein im Kellergewölbe angesiedelter einzigartiger Weinkeller wird in Verbindung mit einer Klosterkapelle für Ruhe und Muse zum Ausgleich sorgen.
Idealer Sozialstützpunkt
Das denkmalgeschützte Objekt eignet sich hervorragend für einen Sozialstützpunkt zur Betreuung von Älteren, die in den Seniorenwohnungen im Neubau ihre Heimat gefunden haben. Ein Nachbarschaftsgarten für die Hausbewohner, aber auch für Nachbarn aus der näheren oder ferneren Umgebung, soll Ruhe und Verbindung bringen. Neben eigenem Gemüse sind Blumenbeete in Verbindung mit einer funktionierenden Kompostierung vorhanden. Die Produkte können für den Eigenbedarf, aber auch zum Verkauf in einem eigens eingerichteten Bio-Kloster-Laden auf Selbstbedienungsbasis, gepflanzt, geerntet und verkauft werden. Kleintiere (Hühner, Hasen, Bienen) sollen ebenfalls angesiedelt und fachgerecht betreut werden. Ein Biotop und ein Schwimmteich machen diesen Nachbarschaftsgarten einzigartig.
Idee für Klostergarten
Ein Klostergarten soll das Ambiente hervorheben und zur Ruhe und zum Durchatmen animieren. In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Eine Blumenwiese in Verbindung mit Rosensträuchern und die Hinwendung zur Statue der Hl. Anna soll zum Verweilen einladen.
Seniorenwohnen geplant
Die Ausrichtung ist bewusst generationsübergreifend geplant. In drei Teilobjekten werden 2021 neue hochwertige und behindertengerechte Kleinwohnungen mit 40 bis 50 Quadratmetern geschaffen. Diese sollen als ein Mix aus Eigentums- wie auch aus Mietwohnungen in hochwertiger Qualität erbaut werden. Die gesamte Infrastruktur der Klosteranlage steht zudem zur Verfügung. Wobei besonders der „Pflegestützpunkt“ – je nach Vereinbarung und Bedarf – ein optimales Betreuungsangebot zusätzlich darstellt. Der Nachbarschaftsgarten sowie der Klostergarten sind natürlich auch für die Bewohner ausgerichtet, mit Schwimmteich und Erholungsflächen. Durch die einzigartige Gesamtanlage kann von erfüllten Seniorenresidenzen – eingebettet in eine über 500 Jahre alte Klosteranlage – gesprochen werden.


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