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Online Redaktion, 15.02.2018 11:04

OÖ/TRAUN/PUCKING.  Anlässlich des tragischen Vorfalls in Pucking, bei dem eine Frau und ihr Hund in der Traun ertrunken sind, appellieren die Feuerwehren nun an die Hundebesitzer.

Trauner Feuerwehrtaucher beim Kraftwerk Foto: Florian Kollmann
  1 / 3   Trauner Feuerwehrtaucher beim Kraftwerk Foto: Florian Kollmann

Wie berichtet, stürzte vergangenen Woche beim Kraftwerk Traun-Pucking ein Hund ins Wasser. Eine Frau wollte dem Tier offenbar helfen, geriet dabei aber zu nahe an das Ufer und rutschte selbst ins eisige Wasser. Die 47-Jährige konnte nur noch leblos aus der Traun geborgen werden.

Immer wieder Zwischenfälle

„Leider kam es vor allem auch im Bereich der Traun in den letzten Jahren immer wieder zu derartigen dramatischen Zwischenfällen, bei unsere Feuerwehrtaucher teils Personen dann aus dem Wasser bergen mussten“, informiert Oskar Reitberger, Feuerwehrkommandant von der FF der Stadt Traun. Vielfach gefährliche Uferstellen und die hohe Fließgeschwindigkeit des Wassers sind oftmals der Grund, dass Tiere oder Personen ins Wasser stürzen und rasch abgetrieben werden.

Appell für richtiges Verhalten

Reitberger appelliert daher dringend vor allem an Spaziergänger und Hundebesitzer: „Sollte etwa ein Hund oder anderes Tier ins Wasser stürzen, bitte unter keinerlei Umständen Selbstversuche zur Rettung starten – nicht im Sommer, als auch nicht im Winter. Rasch wird man im gefährlichen Wasser abgetrieben, kommt in hohe Strömungen und die Situation entwickelt sich um Überlebenskampf.

Tiere können sich im eisigen Nass aus eigener Kraft einige Zeit selbst über Wasser halten und auch meist selbst aus dem Wasser retten – dieses Zeitfenster sollte man nutzen und sofort die Einsatzkräfte unter dem Feuerwehrnotruf 122 verständigen.“ Diese können mit professioneller Ausrüstung die Tierrettung übernehmen, der Standort des Tieres soll dazu laufend beobachtet werden.

Keine selbstständigen Rettungsversuche unternehmen

Hunde können beispielsweise auch ans Ufer gelockt werden, aber nur mit der Wasserströmung, keinesfalls entgegen dieser. Sollten Personen ins Eis einbrechen, sollte man laut Reitberger keinesfalls versuchen näher zu kommen, da man unweigerlich selbst auch einbrechen könnte. Stattdessen können lange Gegenstände oder z.B. ein Rettungsring zugeworfen werden, an die sich der Eingebrochene festklammert - „aber auch hier ist als erster Schritt sofort der Notruf zu wählen, denn jede Sekunde zählt.“


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