Begegnung mit Gästen aus den Philippinen zum Thema Bergbau
TRAUN. Auf Einladung des Welthauses der Diözese Linz und des Weltladens der Stadt Traun fand am 18. April ein Begegnungsabend mit Gästen aus den Philippinen statt. Thema waren die negativen Auswirkungen des Bergbaus auf die Natur.

Im Rahmen des Projekts „Begegnung mit Gästen“ des Welthauses der Diözese Linz teilten Adeline Angeles und Jimmy Khayog ihre Erfahrungen und Expertisen von den Philippinen mit etwa 40 Teilnehmern in Traun. Beide arbeiten in Umweltorganisationen, die direkt mit den Konsequenzen von groß angelegtem Tagbergbau zur Gewinnung von Gold und Kupfer konfrontiert sind.
Natur- und menschengemachte Katastrophen, wie Dammbrüche von Giftschlammbecken, Erosionen oder Erdbeben, sind dabei keine Seltenheit. Die große Nachfrage nach Rohstoffen, vor allem für die Verarbeitung in Elektronikprodukten, auch in Österreich, hat zum Teil verheerende Auswirkungen für die Menschen auf den Philippinen.
Indigene Gruppen dagegen pflegen den Bergbau im Einklang mit der Natur. Sie lassen zum Beispiel immer auch Goldadern für die nachkommenden Generationen stehen, graben nie weiter als 200 Meter in den Berg und verschließen nach der Grabung den Berg mit Geröll, Steinen und Erde. Zur Extrahierung des Goldes werden traditionelle Werkzeuge verwendet und das Gold ausgewaschen.
Adeline Angeles plädierte bei der Veranstaltung in Traun für einen „Just Enough-Lifestyle“, auch in Europa, Konsumreduktion und das Bemühen, elektronische Produkte länger zu nutzen sowie Bewusstsein über den Abbau und die ökologischen und menschenrechtlichen Konsequenzen des Bergbaus zu schaffen.


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