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TRAUN. SPÖ und ÖVP haben am 7. Februar im Trauner Gemeinderat umfassende Veränderungen für das Areal rund um den Beserlpark beschlossen. An der Ecke Obere Dorfstraße/Kremstalstraße werden ein mehrgeschossiger Wohn- und Geschäftsbau, eine Tiefgarage und ein Hotel entstehen. Die Stadt Traun will damit die „Lücke“ zwischen Hauptplatz und Kulturpark-Areal schließen. Kritik von ÖVP und den Grünen ließ nicht lange auf sich warten.

So wird der Beserlpark nicht mehr lange aussehen. Foto: Stadtarchiv Traun
  1 / 3   So wird der Beserlpark nicht mehr lange aussehen. Foto: Stadtarchiv Traun

„Nach der Revitalisierung unseres Wasserschlosses und der Neugestaltung des Hauptplatzes ist es mir ein besonderes Anliegen, die momentane 'Lücke' dazwischen durch eine städtebaulich hochwertige Entwicklung und Grünraumattraktivierung zu schließen“, sagt SPÖ-Bürgermeister Rudolf Scharinger in einer Aussendung der Stadt Traun vom 8. Februar.

Der Beserlpark soll neu gestaltet werden und zur „Wohlfühloase im Zentrum“ werden. Neue Gehwege und eine Beleuchtung sind geplant. Die Niveauunterschiede sollen ausgemerzt werden.

Beserlpark ist keine Schönheit

Die Grünen Traun kritisieren, dass dem Projekt sieben der 30 Bäume, also ein Viertel, im Beserlpark zum Opfer fallen werden. Dass der Park eine Sanierung nötig hat, ist auch Grünen-Chef Gerhard Peterseil überzeugt. Der Park sei stark vernachlässigt worden und lädt nicht zum Verweilen ein.

Das jetzt beschlossenen Projekt können die Grünen jedoch nicht unterstützen, sagt Peterseil. Sie haben in der Gemeinderatssitzung vom 7. Februar dagegen gestimmt.

Dass die Tiefgarage so tief gebaut wird, dass darauf wieder Bäume wachsen können, will Peterseil nicht glauben. „Es dauert dann 20 Jahre oder länger, bis Bäume groß genug gewachsen sind und wieder Schatten spenden können“, sagt Peterseil.

Es geht nicht nur um den Beserlpark

Die ÖVP Traun mit Fraktionsobmann Wolfgang Weitmann haben so wie die Grünen nicht das Innenstadtprojekt gestimmt. Sie will die Diskussion um das Projekt aber nicht auf den Beserlpark reduzieren. Der Partei geht es um den gesamten Siedlungsbereich innerhalb von Kremstalstraße, Neubauerstraße, Maniglweg und Obere Dorfstraße.

Westlich der Volksheim-Garage wurde eine Fläche für dicht bebauten Siedlungsbereich vergeben. „Dieser Bereich sollte unseres Erachtens für den Standort einer modernen Volksschule mit Grünbereich, der schon jetzt für die Schüler genutzt wird, vorgesehen werden“, sagt ÖVP-Fraktionsobmann Wolfgang Weitmann.

Volksheim als Option

Kritik der Grünen schlägt in eine ähnliche Kerbe. Sie sehen das Entwicklungsareal nicht auf den Beserlpark beschränkt. „Wir haben vorgeschlagen, das sanierungsbedürftige Volksheim an der Neubauerstraße wegzureißen, damit dort Raum für ein Hotel entsteht. Das Volksheim wird durch die Spinnerei nicht mehr für Veranstaltungen gebraucht und müsste dringend saniert werden. Bei der Planung wurde nicht bedacht, was im Norden des Bereichs möglich wäre“, sagt Peterseil.

Wohnungen, Garage und Hotel

Direkt an der Kreuzung wird ein vier bis fünf Geschosse hoher Geschäftsbau entstehen. Ein Investor habe das private Grundstück an der Ecke schon gekauft, sagt Gerhard Peterseil. „Hier werden 27 Wohnungen und zusätzliche Geschäftsflächen entstehen, das ist schon massiv“, sagt er.

Westlich vom Hotel und somit an der Südseite des Beserlparks wird eine Tiefgarage mit 36 Stellplätzen gebaut. Diese Tiefgarage soll an die bestehende Tiefgarage Volksheim angebunden werden und als öffentliche Garage zur Verfügung stehen.

Dort, wo jetzt der oberirdische Parkplatz gegenüber der Spinnerei liegt, soll das neue Hotel entstehen. „Meines Wissens gibt es noch keinen Betreiber dafür“, sagt Peterseil.


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