Eine Facebook-Gruppe für Trauner wichtige Kommunikationsplattform

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David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 25.05.2020 12:10 Uhr

TRAUN. Die Facebook-Gruppe „Was ist los in Traun“ wurde im Juli 2016 von Dieter Primmer gegründet, der seine Aufgabe als Administrator auch Jahre später noch sehr gewissenhaft erledigt. In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen hat die Gruppe einen regelrechten Aufschwung erlebt und erfreut sich als virtueller Stammtisch und Plattform zum Gedankenaustausch höchster Beliebtheit.  

Die Facebook-Gruppe zählt mittlerweile weit über 6.000 Mitglieder, die sich hier gerne über die verschiedensten Themen Traun betreffend austauschen. Und das obwohl die Gruppe damals ganz bescheiden begonnen hatte, wie Gründer Dieter Primmer berichtet.

Er musste einen persönlichen Tiefschlag erfahren, kam mithilfe von wahren Freunden aber wieder in die Spur. Auch die Jobsuche gestaltete sich schwierig, der damalige Wirt des Roithnerhofs, Johannes Paul Roithner, gab ihm jedoch eine berufliche Chance. In weiterer Folge lernte er Menschen kennen, die ihm zur Familie wurden und denen er etwas zurückgeben wollte. „Als Dankeschön gründete ich Jahre später diese Gruppe, um der Gemeinde den Wert zu schenken, den sie verdient. Die kleinen Wirte, Geschäfte und Unternehmungen über die Stadtgrenze hinaus bekannt zu machen und ein wenig davon zurückzugeben“, erinnert sich Primmer an die Anfangszeiten zurück.

Gruppe wächst schnell

Alles begann ganz beschaulich und im kleinen Rahmen. „Als kleines Sprungbrett half mir Roland Putscher damals die ersten 200 Personen einzuladen“, erzählt Dieter Primmer vom Beginn der Gruppe, die mitten in der Corona-Zeit die 6.000 Mitglieder-Grenze übersprang und auch seither schon wieder fleißig gewachsen ist.

Zusammenhalt und Respekt

Dass die Gruppe eindeutig „am Leben“ ist, freut den Gründer besonders. Er tut auch einiges dafür, gibt Beiträge frei und achtet auch immer wieder darauf, dass sich an die Regeln gehalten und auch der persönlich wertschätzende Umgang gepflegt wird. Wofür er auch immer wieder von den Mitgliedern gelobt wird. Man merkt, dass sich die Leute hier wohlfühlen und sich mit beinahe jeder Art von Anfrage – oder wenn jemand Hilfe sowie Ratschläge benötigt – an die Gemeinschaft wenden kann. 

„Die persönlich schönsten Momente sind der Zusammenhalt und der größtenteils gegenseitige Respekt“, ist Primmer stolz darauf, dass sein Einsatz honoriert wird und Anklang findet. Obwohl es sicher nicht immer leicht ist, eine Gruppe in dieser Größenordnung am Laufen zu halten und dabei auch noch alle Beiträge und Diskussionen im Auge zu behalten, macht ihm dieser Aufwand nichts aus. „Ich habe im Hintergrund eigentlich nicht viel Arbeit, da die Gruppe ein Selbstläufer geworden ist“, so Primmer.

Gelebtes Miteinander

Egal ob es um eine entlaufene Katze geht, ein gestohlenes Fahrrad oder einfach nur darum, spezifische Informationen die Traun betreffen mit den Gruppenmitgliedern zu teilen – meist findet sich schnell jemand der einem weiterhelfen kann, sich über den Tipp freut oder weitere Hinweise beisteuern kann. Hetze findet man in „Was ist los in Traun“ so gut wie überhaupt nicht.

„Ganz besonders berühren mich die Momente, wenn ich etwa Hamburger oder Italiener in der Gruppe begrüßen darf und auf Nachfrage, was sie hier her zieht, die Antwort bekomme, dass die Großeltern aus Traun kommen bzw. die eigene Mutter in Traun aufgewachsen ist. Das Miteinander berührt immer wieder mein Herz“, bekommt Dieter Primmer auch etwas für seine Mühen zurück. Es sei schön zu sehen, dass dieser Einsatz von den Mitgliedern honoriert und auch zum Ausdruck gebracht wird.

Stammtischersatz

„Die Steigerung der Mitgliederzahlen war auch für mich überraschend. Da in der Covid-19 Phase die Kaffeehäuser und Stammtische weg fielen, war die Gruppe ein gefundener Ersatz“, so der Gründer, der nicht mit so einer Resonanz gerechnet hatte. „Natürlich zeigte sich die Angst der Trauner ebenso in den Beiträgen, den Kommentaren und allen Ebenen der Reaktionen“. Aus diesem Grund drückte er in den letzten Wochen auch oft ein Auge zu, um den fehlenden persönlichen Kontakt etwas zu kompensieren.

Positives Feedback

Der regionale Aspekt hat in den letzten Wochen für viele Menschen an Bedeutung gewonnen, wie auch Dieter Primmer festgestellt hat: „Mir war das so nicht bewusst, bis ich Feedback von Kleinstunternehmen, Wirten mit Lieferservice, Bauern und Gemeindemitgliedern erhielt, dass sie Fragen, die sie normalerweise an die Gemeinde oder das Stadtmarketing Traun richten, schon von den anderen Mitgliedern beantwortet bekamen.“

Das Teamdenken spielt eine ganz entscheidende Rolle und macht den Admin der Gruppe immer wieder stolz. „Man ist füreinander da, man hilft mit Tat und im Besonderen auch mit Rat.“ Andere Gruppengründer holen sich schon einmal Rat bei Dieter, wie man eine Gruppe so groß und erfolgreich machen kann: „Dann kommt mir erst das Bewusstsein, was die Gruppe für die Mitglieder wirklich bedeutet.“

Er hat übrigens aus seinem privaten Profil alle Fotos gelöscht, um etwa im Kaffeehaus  das wahre Feedback vom Nebentisch zu ergattern. „Das freut schon besonders, wenn man etwa hört: Stell“ die Frage in die Gruppe „Was ist los in Traun“, die ist der Wahnsinn, da wird dir sicherlich geholfen.„

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Kommentare

  1. Franz G. Haudum
    Franz G. Haudum25.05.2020 20:55 Uhr

    Super Info, toller Bericht - Dank der Community

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