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LINZ-LAND. Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu, die reiche Ernte wird noch fleißig eingelagert, konserviert und der Boden wird nun vorbereitet für den Winter. Aber es werden auch schon die ersten Samen ausgesät und Zwiebeln für das nächste Jahr in die Erde gesteckt. Gemeinschaftsgärten sorgen dabei für Vielfalt – in vielerlei Hinsicht.

Gemeinschaftsgarten in der Trauner Albert-Schweitzer-Allee Foto: Stadtarchiv
Gemeinschaftsgarten in der Trauner Albert-Schweitzer-Allee Foto: Stadtarchiv

„Zahlreiche Bewohner lassen sich bereits zum gemeinsamen Garteln inspirieren – so wächst die Vielfalt. Denn neben der Ernte von Früchten, Gemüse, Kräutern etc. bieten diese Gärten auch Raum für soziales Miteinander, kulturelles Lernen und gemeinsames Wachsen“, betont Umwelt-Landesrat Anschober. Konkret sei im gesamten Bundesland die Zahl der Garteninitiativen auf bereits mehr als 70 stetig angewachsen. In vielen Städten und Gemeinden werden Obst, Gemüse und Kräuter also bereits in gemeinschaftlich geführten Gärten gepflegt.

Gärten der Vielfalt für soziales Miteinander

„Die Bandbreite von aktiven Personen, die wir im Rahmen der Projektarbeit kennengelernt haben, ist groß: von jungen Familien, die sich und ihren Kindern zeigen wollen, woher das Gemüse kommt und wie es frisch vom Beet schmeckt bis hin zur Pensionistin, die gerne ihr Wissen über das biologische Gärtnern weitergeben will. Organisiert sind diese Initiativen ganz unterschiedlich, von losen Organisationsformen bis zum professionellen Verein“, meint Renate Schernhorst, die Leiterin des Projektes „Gärten der Vielfalt“. Im Bezirk Linz-Land gibt es solche Projekte wie etwa die Urbanfarm in Leonding oder er generationsübergreifende Gemeinschaftsgarten Kronstorf.

Nachbarschaftsgarten Traun

Auch die Stadtgemeinde Traun stellt seit Längerem ein Grundstück von etwa 550 Quadratmetern für den Nachbarschaftsgarten Traun in der Albert-Schweitzer-Allee 24 zur Verfügung. 14 Hobbygärtner (Bewohner der umliegenden Genossenschaftswohnungen) verschiedener Nationen (Österreich, Bosnien, Kroatien, Türkei, Vietnam) verbindet hier die Möglichkeit, ein Beet mit Gemüse, Kräutern, Zierpflanzen zu bearbeiten und dadurch das Gefühl zur Natur und zur Eigenversorgung aufzubauen. Die vormals fremden Bewohner kommen einander näher, wodurch neue Freundschaften entstehen und mitunter auch ein Verständnis für andere Kulturen ermöglicht wird. „Das städtische Beispiel soll zusätzlich Genossenschaften anregen, dass ein derartiger Garten bei der Wohnanlage einen positiven Beitrag für die Hausbewohner darstellt“, betont der Trauner Bürgermeister Rudolf Scharinger. Seit der Gründung des Vereines „Nachbarschaftsgarten Traun“ im Vorjahr wird der Garten eigenverwaltet. „Es war ein Pilotprojekt zur Anregung an Mieter, dass auch „vor der Tür“ ein Gemeinschaftsgarten für interessierte Hausbewohner entstehen kann und daraus eine positive Auswirkung auf die Wohngemeinschaft ausgehen könnte“, sagt Scharinger.


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