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TRAUN. Wie man sich vor Einbrechern schützen kann, darüber informiert die OÖ Versicherung gemeinsam mit Experten auf ihrer Tour durch die Bezirke. Am Mittwoch, 12. September kamen etwa 140 Interessierte zu der Veranstaltung in der Spinnerei.

Kriminalstatistik-Experte und ehemaliger Präventionskoordinator der Landespolizeidirektion OÖ Anton Wachsenegger, Andreas Raab (Alarmanlagenspezialist Elektro Hintermüller) und Gerold Grasböck (OÖ Versicherung) Foto: Tips

„Die Orte für diese Sicherheitstour wurden nicht zufällig ausgewählt, sondern nach der Häufigkeit der Einbrüche“, betonte Brigadier Anton Wachsenegger.

Traun ist wegen der Nähe zur Autobahn ein gefragtes Pflaster für ungebetene Gäste.

Denn für die Täter ist eines wichtig: Der Einbruch muss schnell gehen und die Flucht ebenso. Daher müsse man es ihnen so schwer wie möglich machen. „Dauert es mehr als drei Minuten, in ein Haus oder eine Wohnung reinzukommen, geben die meisten Täter auf. Sie scheitern also an den Sicherheitsmaßnahmen“, weiß Wachsenegger aus der Kriminalstatistik.

Auch sei es ein Irrglaube, dass der Großteil der ungebetenen Gäste in der Nacht erscheinen. „80 Prozent der Einbrüche passieren am Tag. Ein Großteil vormittags, wenn die Kinder zur Schule gebracht werden und auch die Eltern schon außer Haus sind.“

Einbrechern reichen ganz einfache Hilfsmittel

Demonstriert hat Wachsenegger bei der Veranstaltung in Traun auch, wie leicht man sich mit den einfachsten Mitteln wie Scheckkarte, Schraubenzieher oder einem Stück Gartenschlauch Zutritt verschaffen kann. „Wir leben zwar in einem der sichersten Länder der Welt, deshalb braucht auch niemand Angst zu haben. Ein gesundes Misstrauen ist aber durchaus angebracht. Denn Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und mit gewissen Vorkehrungen kann jeder Einzelne etwas dazu beitragen.“

Ein gekipptes Fenster zählt als offenes Fenster

Was die Versicherung betrifft, informierte Gerold Grasböck von der OÖ Versicherung. Die wichtigste Grundregel: „Ein gekipptes Fenster zählt als offenes Fenster. Hier steigt die Versicherung garantiert aus. Genau wie bei einer Tür, die nur zugezogen, aber nicht versperrt wurde.“

Entscheidend sei auch eine Bestandsaufnahme der Wertsachen, ansonsten könne das Fehlen nicht nachgewiesen werden. Als dritter Vortragender informierte Andreas Raab von der Paschinger Firma Hintermüller über die verschiedensten Alarmanlagen.

Nächste Termien in Linz-Land:

Di., 25. September, St. Florian, HLBLA, 19 Uhr

Di., 30. Oktober, Forum Neuhofen, 19 Uhr

Anmeldung online unter www.aktionsicheresheim.at


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