Polizei schnappte jugendliche Drogenschmuggler
BEZIRK ROHRBACH. Vier 18-Jährige sollen schon seit geraumer Zeit Drogen von Deutschland nach Österreich geschmuggelt und weiter verkauft haben. Die Kriminaldienstgruppe des Bezirkspolizeikommandos hat dem Quartett jetzt das Handwerk gelegt.

Schon seit Ende des letzten Jahres ermittelten die Rohrbacher Kriminalisten gegen die kriminelle Vereinigung mit vier 18-jährigen Hauptbeschuldigten aus dem Bezirk Rohrbach. Die mutmaßlichen Drogenschmuggler sollen vor allem Amphetamine und Marihuana über die Grenze gebracht zu haben. Zum Großteil wurden diese weiter verkauft, aber auch selbst konsumiert.
Drogenkonsument war erst 15
Wie die Landespolizeidirektion am Mittwoch Abend bekanntgab, begannen die Ermittlungen, als ein 15-Jähriger von einem 18-jährigen Hauptbeschuldigten aus Ulrichsberg Drogen ankaufte. Bei einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung durch die Staatsanwaltschaft im Februar 2018 im Elternhaus des 18-Jährigen fanden die Beamten Marihuana, Amphetamine und zahlreiche leere Behältnisse mit Resten von Suchtmittel sowie Verkaufsutensilien. Der Beschuldigte kaufte das Suchtmittel in Linz und weiters von zwei Frauen aus Deutschland. Weil er keinen Führerschein besitzt, engagierte er für die Beschaffungsfahrten einen Burschen und zwei Mädchen, alle 18 Jahre und aus Aigen-Schlägl. Diese fuhren mit ihren Autos und brachten so rund 16 Mal die Drogen von Deutschland nach Österreich.
20 Abnehmer ausgeforscht
Als Abnehmer konnten über 20 Personen aus dem Bezirk Rohrbach ausgeforscht werden. In der Konsumentengruppe befand sich ein weiterer 15-jähriger Lehrling. Alle Personen wurden der Staatsanwaltschaft Linz und bei der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach angezeigt. Die Probeführerscheine der drei mutmaßlichen Drogenschmuggler wurden von der BH Rohrbach bereits eingezogen.


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