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URFAHR-UMGEBUNG. Was die Bezirkspartei-Obleute über die erzielten Ergebnisse bei den Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen denken und welche Reaktionen es bezüglich der Stichwahlen im Bezirk gibt: Tips hat bei den Betroffenen nachgefragt.

In fünf Gemeinden kommt es laut aktuellem Stand zu Stichwahlen. (Foto: Volker Weihbold)
In fünf Gemeinden kommt es laut aktuellem Stand zu Stichwahlen. (Foto: Volker Weihbold)

Sowohl bei den Landtags-, als auch bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen konnte sich die ÖVP in weiten Teilen des Bezirks durchsetzen. Was die Bürgermeister betrifft, wird es in sechs Gemeinden zu Stichwahlen kommen: in Engerwitzdorf, Feldkirchen an der Donau, Gallneukirchen, Reichenau im Mühlkreis, Steyregg und Ottensheim. Diese sind auch Thema der Stellungnahmen, die Tips bisher erhalten hat.

„Landtagswahl mit Inhalten“

Alois Stöger, SPÖ-Bezirksparteiobmann, zeigte sich gegenüber Tips erfreut, es sowohl in Gallneukirchen als auch in Steyregg in die Stichwahlen geschafft zu haben: „Die SPÖ war die einzige Partei, die den Landtagswahlkampf mit Inhalten bestritten hat. Birgit Gersdorfer und ihr Team haben unsere Themen und Werte hervorragend vertreten. Die Regierung wurde für das Chaos Corona Politik abgewählt. Im Bezirk konnten wir die Stimmen gut halten. Und in einigen Gemeinden sind die Ergebnisse fulminant. In Gallneukirchen und Steyregg sind unsere Bürgermeisterkandidaten in der Stichwahl. Das freut mich besonders.“

„Der Wähler hat gesprochen“

„Die Ergebnisse aller Gemeinden sind noch nicht bekannt aber der Wähler hat gesprochen“, sagt FPÖ-Bezirksparteiobmann, Günter Pröller, der betont, dass man dieses Ergebnis aber nicht an 2015 messen dürfe. „Wir haben bis zum Schluss um jede Stimme gekämpft und trotzdem Stimmen verloren. In dieser Form habe ich nicht damit gerechnet, aber es ist zu respektieren. In den Gemeinden wurde gut gearbeitet und möchte mich bei allen Funktionären und Wählern bedanken.“ Bezüglich der Bürgermeisterwahlen - Pröller kandiderte hierbei in Feldkirchen an der Donau - fügt dieser an: „Ich wollte in Feldkirchen in die Stichwahl um den Bürgermeister kommen. Das ist nicht gelungen. Mit dem Antreten vom ehemaligen SPÖ Vizebürgermeister mit einer Bürgerliste wurden die Karten neu gemischt. Ich hätte mir ein besseres Ergebnis in Feldkirchen erwartet, werde mit voller Kraft im Gemeinderat weiterhin den Feldkirchnern eine Stimme geben.“

Hammer zufrieden

 Zufrieden mit den erzielten Ergebnissen zeigte sich hingegen ÖVP-Bezirksparteiobmann und Altenberger Bürgermeister, Michael Hammer: „Wir sind sehr erfreut über das starke Wahlergebnis bei der Landtagswahl in einem schwierigen Umfeld, mit sechs Parteien die in den Landtag einziehen. In unserem Bezirk konnten wir mit 40 Prozent ÖVP das Ergebnis gut halten und tragen zum ÖVP-Gesamtergebnis wesentlichen Anteil bei. Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen konnten unsere Kandidaten und Gemeinderäte sich gut behaupten und die ÖVP bleibt in den meisten Gemeinden führende Kraft. Für die anstehenden Stichwahlen sind wir sehr zuversichtlich, dass wir die Bürgermeister halten können bzw. Feldkirchen dazugewinnen. Persönlich freue ich mich auch sehr über das starke Ergebnis in meiner Heimatgemeinde Altenberg. Mit 64 Prozent bei der Bürgermeisterwahl bei drei Gegenkandidaten und +8 Prozent im Gemeinderat.“

 “Wir sind überwältigt“

Was die bereits angesprochenen Stichwahlen betrifft, sorgte vor allem das Ergebnis in Reichenau für eine Überraschung. Während Bürgermeister Hermann Reingruber bei dieser 44,52 Prozent erhielt, schaffte Bürgermeister-Kandidat von MiR (Miteinander in Reichenau), Peter Rechberger 44,87 Prozent: „Wir sind überwältigt vom einzigartigen Zuspruch der Reichenauer Bevölkerung! Das Ergebnis dieser Wahl nehmen wir als Zeichen und Auftrag zur Gestaltung der Zukunft unserer schönen Gemeinde. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal unserem Team MiR und den ReichenauerInnen für die unglaubliche Unterstützung danken.“

Fürst muss erstmals in eine Stichwahl

Auch in Engerwitzdorf müssen die Bürger am 10. Oktober nochmals zur Wahlurne, wenn die Stichwahl zwischen Bürgermeister Herbert Fürst (ÖVP) und SPÖ-Kandidat Mario Moser-Luger stattfindet. letztere sagt gegenüber Tips: „Es ist wirklich bemerkenswert, dass die ÖVP erstmals seit 1945 die absolute Mehrheit in Engerwitzdorf verloren hat. Und nicht nur das, auch ÖVP-Bürgermeister Fürst muss zum ersten Mal in eine Stichwahl. Für mich und das SPÖ-Team in Engerwitzdorf ist es jedenfalls ein klares Zeichen, dass mit jahrelanger konservativer Politik kein Staat mehr zu machen ist.Frischer Wind und Veränderungen in Richtung sozialer und umweltfreundlicher Ortsentwicklung sind bei der Bevölkerung jetzt gefragt. Mit mir als neuem Bürgermeister wird etwas weitergehen, das verspreche ich. Ich freue mich auf meine Aufgaben.“


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