Bei Familie Schurm dreht sich alles rund ums Obst
LICHTENBERG. „Frisch – Saftig – Ehrlich“ ist das Motto vom Obsthof Schurm. „Das sagt eigentlich eh schon alles aus“, schmunzelt Martin Schurm, Chef des AMA Genuss Region-Betriebs in Lichtenberg.

Der Schwerpunkt des Obstbaubetriebs liegt auf dem Apfel, das Angebot umfasst aber auch Birnen, Zwetschken, Kirschen, Weintrauben, Pfirsiche und Beerenfrüchte. Verarbeitet werden das eigene wie auch zugekauftes Obst, etwa Marillen aus dem Weinviertel oder Äpfel aus Oftering und Scharten, zu Saft, Nektar, Sirup, Obstwein, Marmeladen, Destillaten, Likören und mehr.
Direkter Kundenkontakt
Den Betrieb haben Martin und Silvia Schurm von den Schwiegereltern übernommen, doch sie wollten es anders machen. „Früher war das ein Milchviehbetrieb mit sieben Kühen und ein Nebenerwerbsbetrieb. Wir aber wollten mal davon leben können“, erzählt Martin Schurm. Hinzu kam, dass sie in den Direktvertrieb gehen wollten: „Wir haben selbst eine Freude daran, zu erleben, wie sich die Menschen über unsere Produkte freuen, wir wollten aber auch direkt Wünsche, Anregungen oder Kritik entgegen nehmen können. Dieser Weg gefällt uns immer noch sehr gut und mittlerweile ist auch unser Sohn, der die Obst- und Weinbauschule Klosterneuburg absolviert hat, eingestiegen“, erzählt der Betriebsführer.
Hofladen wird immer in Bedienung bleiben
Der Hofladen am Priewagnerhof ist das Herzstück von Silvia Schurm. Rund 500 bis 600 Produkte von 60 verschiedenen Betrieben aus der Region werden dort angeboten, zusätzlich zu den eigenen Produkten. Geöffnet ist jeden Freitag und Samstag. Unter der Woche heißt es anläuten. „Für die Zukunft haben wir eine Selbstbedienung unter der Woche angedacht, freitags und samstags wollen wir aber immer ein Hofladen in Bedienung bleiben“, betont Martin Schurm: „Wir finden es einfach wichtig, mit den Kunden auch ein paar Worte zu wechseln, ein bisschen zu plauschen. Denn das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das in der heutigen Zeit der Digitalisierung immer mehr verloren geht, das aber viele Leute schätzen, nicht nur die älteren, auch junge.“


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