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Projekt: Mit Zusammenarbeit und gemeinsamen Lösungen gegen das Bienensterben

Julia Winkler, 30.03.2016 06:52

UTTENDORF-HELPFAU. Summ, summ – im Land beginnt wieder die Saison der Bienen. Doch: Wieviele haben den Winter überlebt? In Uttendorf haben sich Vertreter der Imker, der Bauernschaft und der Gemeinde zusammen getan und gemeinsam gegen das Bienensterben Maßnahmen gesetzt. Mit Erfolg.

Im Bereich der Allee nach Helpfau wurden Blühflächen für Bienen angelegt.
  1 / 2   Im Bereich der Allee nach Helpfau wurden Blühflächen für Bienen angelegt.

Begonnen hat alles etwa vor einem Jahr – das Bienensterben in aller Munde. Bürgermeister Josef Leimer organisierte das erste Bienentreffen. War das Klima zu Beginn sehr angespannt durch gegenseitige Schuldzuschreibungen, kam doch im Laufe des Gespräches heraus, dass beide Ansichten – der Imker und der Bauernschaft – vertretbar sind. Die erste gemeinsame Lösung war dann sehr simpel. „Nach einer hitzigen Diskussion kam heraus, dass der Flugverkehr der Bienen in der Früh am stärksten ist und am späten Nachmittag stark abnimmt. So haben wir uns darauf geeinigt, dass die Bauernschaft erst am späten Nachmittag mit den Spritzarbeiten beginnt“, erklärt Ortsbauernobmann Hubert Putscher. Hermann Ortner als Vertreter der Imker ergänzt: „Im Gegenzug haben wir im letzen Jahr viele Fortbildungen gemacht, um auf die neuen Herausforderungen noch besser vorbereitet zu sein.“ Seitens der Gemeinde wurden dann im Gebiet des Rückhaltebeckens Sonnleiten, beim ASZ Uttendorf und entlang der Allee nach Helpfau großzügige Blühflächen angelegt, damit die Bienen auch in blüharmen Zeiten genug Futter finden. Die Maßnahmen haben sich schon nach dem ersten Probejahr bezahlt gemacht. „Die Ausfälle sind heuer geringer. Waren es letztes Jahr etwa 50 Prozent der Stöcke, die kaputt wurden, sind es heuer nur 20 Prozent“, sagt Ortner. Fest steht, dass diese Zusammenarbeit so weitergeführt wird und regelmäßig im März jedes Jahr ein Bienentreffen stattfinden soll.

Bevölkerung miteinbeziehen

Das Anlegen der Blühflächen blieb in der Bevölkerung nicht unbemerkt und nicht alle Reaktionen waren positiv. „Das sieht ungepflegt aus“, sei zu hören gewesen. Andere meinten „das blüht schön“. Fakt ist, es tut den Bienen gut und jeder einzelne kann etwas dazu beitragen – angefangen im eigenen Garten mit speziellen Blumenmischungen. In der nächsten Gemeindezeitung wird das Thema aufgegriffen, um die Bevölkerung noch mehr aufzuklären und zum Mitmachen zu bewegen. „Wichtig ist, miteinander zu reden, denn beim Reden kommen d“Leut zamm“, ist sich Bürgermeister Leimer sicher.


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