ZELL AM MOOS. Am Sonntag hieß es für vier Feuerwehren, Polizisten, Feuerwehrtaucher und die Feuerwehrdrohnengruppe des Abschnitts Mondsee um 8 Uhr: „Person im Irrsee eingebrochen!“
Nach dem dramatischen Einsatz und der erfolgreichen Hubschrauberrettung von zwei eingebrochenen Damen am Irrsee Ende Jänner organisierte Daniel Weber, Ausbildungsleiter des Feuerwehrabschnittes Mondsee, gemeinsam mit der Feuerwehr Zell am Moos eine realistische Eisrettungsübung mit anschließenden Eistauchgängen der Feuerwehrtaucher.
Theorieschulung am Beginn
Der Feuerwehrtaucher und Tauchgruppenleiter Jonathan Hansel schulte und vertiefte das vorhandene Wissen der Einsatzkräfte zum Thema Eisrettung, Unterkühlung und Belastbarkeit der Eisfläche. Bevor es zu den Praxisübungen auf den Irrsee ging, berichtete noch der Polizist, der versucht hatte, die eingebrochenen Frauen zu retten von der Rettungsaktion.
Praxis am Eis
Am See wurde dann mit verschiedenen Einsatzmitteln die Rettung einer eingebrochenen Person geübt. Die Drohnen der Feuerwehrdrohnengruppe des Abschnitts Mondsee kümmerten sich um die Lagedarstellung und die Räumung des Gefahrenbereichs mittels Lautsprecherdurchsagen. Aufgrund des Nebels, der hohen Luftfeuchtigkeit und der Temperatur von minus zwei Grad kam es immer wieder zu leichten Propellervereisungen, somit konnten Drohnenflüge nur sehr selektiv und in geringer Höhe erfolgen.
Feuerwehrtaucher unter dem Eis
Im Anschluss an die Rettungsaktionen auf dem Eis übten die Feuerwehrtaucher des Tauchstützpunktes 4 die Personensuche unter dem Eis im Wasser.
Die Übung konnte für die 72 Einsatzkräfte nach 3,5 Stunden beendet werden. Abschnittsfeuerwehrkommandant Alexander Neuhauser zeigte sicher sehr zufrieden mit dem Übungsverlauf und den gewonnenen Erkenntnissen. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern für die sonntägliche Übung. An der Übung waren die Feuerwehren aus Zell am Moos, Oberhofen, Guggenberg und Hof beteiligt. Weiters waren die Feuerwehrtaucher des Stützpunktes 4 und die Abschnittsfeuerwehrdrohnengruppe mit den Drohnen aus Oberhofen, Oberwang und St. Lorenz dabei.
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