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VÖCKLABRUCK. In der Kirche Maria Schöndorf fand ein Benefizkonzert zugunsten von Flüchtlingsprojekten der Katholischen und der Evangelischen Pfarre in Vöcklabruck statt. Die Interpreten waren Ursula Wincor (Sopran), Bernd Geißelbrecht (Orgel) und Wolfram Wincor (Violine). Am Programm standen Werke von Buxtehude, Bach, Dvorak, Estermann, Schulz, Gruchmann, Tarini und Mozart.

Ursula und Wolfram Wincor
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Das Programm gliederte sich in einen geistlichen und einen weltlichen Teil. Im ersten Teil waren verschiedene Psalmenvertonungen zu hören (in den Psalmen bringen die Menschen vor Gott, was sie bewegt, ihre Bitten und Klagen, ihren Dank und ihr Lob). Die freudige Aufforderung des 98. Psalms „Singet dem Herrn ein neues Lied“ spannte einen Bogen von Buxtehude bis Dvorak. Bernd Geißelbrecht leitete die „Dialogue sur les Grands Jeux Veni creator“ von Kurt Estermann (erst ist Professor für kirchliche Komposition am Mozarteum Salzburg und Stiftsorganist in Wilten bei Innsbruck) zum zweiten Programmteil über, dessen Titel „Die golden Sterne prangen“ nicht nur die zweite Textzeile des Abendliedes von Matthias Claudius ist, sondern auch der Titel des zweiten zeitgenössischen Werkes war.

Jakob Gruchmann - er ist mit seinen 24 Jahren bereits Profressor für Komposition am Konservatorium Klagenfurt - zitiert in seinem Lied immer wieder das bekannte Thema des Abendliedes. Und das war nicht die einzige Verbindung zwischen den beiden Liedern: Auch Gruchmann hat ein Gedicht von Matthias Claudius vertont.

Die Sonata Pastorale von Giuseppe Tartini gab einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Advent und mit „Abendempfindung an Laura“ KW 523 von Mozart schloss das ausgedruckte Programm. 

Die Interpretation der Werke übertraf alle Erwartungen: Für Bernd Geißelbrecht an der Orgel und Wolfram Wincor mit der Violine ist technische Perfektion so selbstverständlich, dass sie sich ausschließlich und intensiv dem Klang und der Aussage der Werke widmen können. Ursula Wincor sang mit edler Stimmführung, die Abstimmung mit Orgel und Violine war bis ins kleinste Detail perfekt. In den Sprüngen in der Musikgeschichte über 100 Jahre und mehr (Dvorak-Estermann-Schulz und Schulz-Gruchmann-Tarini) zeigten die Solisten hervorragende Stilsicherheit. Elisabeth Würzl-Baldinger brachte in ihrer Moderation interessante Details zu den Werken der zeitgenössischen Komponisten.

Die Zugabe Laudate Dominum von Mozart war wirklich großartig: Ursula Wincor zeigte in allen Ausdrucksfacetten Glanz und Tiefe der Empfindung und berührte mit inniger Anmut und tiefer Beseeltheit.

(von Fred Androsch)


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