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VÖCKLABRUCK. „Bürgermeister von Vöcklabruck zu sein, ist einer der interessantesten Jobs überhaupt. Es gibt unendliche Möglichkeiten, die Dinge in die richtigen Bahnen zu leiten“, sagte Bürgermeister Peter Schobesberger (SPÖ) auf die Frage, wie sich das Amt nach einigen Monaten anfühlt. Tips bat ihn zum Interview.

Bürgermeister Peter Schobesberger ruft zum Radfahren auf. (Foto: Erich Steinwendner)
Bürgermeister Peter Schobesberger ruft zum Radfahren auf. (Foto: Erich Steinwendner)

Tips:Die Ukraine-Krise hat längst auch Österreich erreicht. Wie stellt sich die Situation in Vöcklabruck dar?

Bürgermeister Peter Schobesberger: In einem gemeinsamen Gipfel von Parteien und Hilfsorganisationen wurden die Bereiche abgesteckt. Die Hilfe wird jedenfalls breit getragen. Sachspenden treffen im Volkshilfeshop – die Volkshilfe koordiniert das Ganze – ein und auch Wohnungen stehen bereit. Die Hilfsbereitschaft in Vöcklabruck ist unglaublich, die Solidarität funktioniert. Das macht einen schon stolz.

Tips:Stadtgespräch ist die Sperre der Westbahnbrücke Richtung Ungenach wegen Renovierung. Es gibt Unmut über Umwege und Ausweichverkehr.

Bürgermeister Schobesberger: Das ist keine Baustelle der Stadt, sondern des Landes. Wir haben alle Möglichkeiten geprüft, die Situation ist zugegeben unangenehm, aber bis 22. September müssen wir damit leben. Alternativ hätte es eine zwei Jahre dauernde Teilsperre und doppelt so hohe Kosten gegeben. Thema Verkehr generell: Eine Studie mit Bürgerbeteiligung soll die Lebensqualität in der Stadt steigern und zum Umweltschutz beitragen. Wir wollen in Vöcklabruck eine vorausschauende, „pro-aktive“ Verkehrsplanung für das gesamte Stadtgebiet. Bis Herbst gibt es ein Ergebnis der Verkehrserhebung am Stadtplatz, dann folgt die Gestaltung der Begegnungszone. Ich kann nur empfehlen, das Fahrrad für kurze Strecken innerhalb der Stadt zu verwenden. Das schont die Umwelt und spart Zeit. Man kann zudem überall vor der Tür parken und nebenbei kommt auch der Kreislauf in Schwung.

Tips:Es fällt auf, dass viel gebaut wird in Vöcklabruck. Zieht es die Leute in die Stadt?

Bürgermeister Schobesberger: Ja, es scheint so, als ob das Wohnen in der Stadt und im Zentrum zieht. Projekte neben dem Rathaus, am Graben und in der Jungmayrgasse sind in der Pipeline, solche in der Vorstadt sind knapp vor dem Fertigwerden. Auch am Standort der alten Pestalozzischule kommt ein Wohnprojekt. Überlegungen in alle Richtungen gibt es zur Verwertung des alten Poly, einem Juwel, das Potenzial hat. Man kann Vöcklabruck also als „Boom-Town“ bezeichnen. Der Zuzug schlägt sich aber auch in einer erhöhten Kinderbetreuung nieder. Wir versuchen derzeit, zwei Übergangsgruppen zu installieren. Zusammen mit Pilsbach planen wir einen neuen Kindergarten am Pfarrerfeld.


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