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VÖCKLABRUCK. Der Verein Sozialzentrum Vöcklabruck gab die bevorstehende Schließung des Beschäftigungsprojekts „Die Brücke“, die es seit 21 Jahren gibt, bekannt. Politiker unterschiedlicher Coleurs versprachen nun, in einem Schulterschluss einen Rettungsversuch zu unternehmen.

Das sozialökonomische Projekt „Die Brücke“ steht vor dem Aus.
Das sozialökonomische Projekt „Die Brücke“ steht vor dem Aus.

Am 23. März war der Verein Sozialzentrum vom Arbeitsmarktservice informiert worden, dass mit 30. Juni die Schließung der Brücke bevorstehe. Aus budgetären Gründen werde der Förderbeitrag für das sozialökonomische Projekt, bei dem Langzeitarbeitslosen Stütze, Förderung und Stärke vermittelt werden und ein Wiedereinstieg ins Erwerbsleben ermöglicht wird, nicht mehr verlängert. „Bei uns folgte ein Krisengespräch nach dem anderen, es ist für uns auch emotionaler Stress“, so der Vorstand.

Ausstiegsszenario wird vorbereitet

In einer Pressekonferenz ging das Sozialzentrum nun mit einer Doppelbotschaft an die Öffentlichkeit: Einerseits müsse ernst genommen werden, dass der Fördervortrag vor dem Aus stehe, und ein Ausstiegsszenario müsse geplant werden, andererseits solle alles unternommen werden, um dieses Projekt zu retten. Die Hälfte der Kosten war gefördert worden, und zwar zu zwei Dritteln vom AMS und einem Drittel vom Land Oberösterreich.

Brücke-Geschäftsführer Hans Brandstätter: „Es sind davon 21 befristet beschäftigte Mitarbeiter und sieben fix angestellte Mitarbeiter betroffen.“ In den vergangenen Jahren seien insgesamt rund 700 Personen befristet beschäftigt gewesen, viele davon waren in sehr schwierigen Lagen. „Diese Erfolge lassen sich aber nicht leicht in Zahlen messen“, bedauert Brandstätter.

Anwesende Politiker haben sich bereit erklärt, sich in einem gemeinsamen „unparteiischen“ Schulterschluss hinter das Projekt zu stellen. Landtagsabgeordneter Gottfried Hirz (Grüne) sprach von einem großen Verlust für die Region und die Mitarbeiter und versprach, „alles zu versuchen, dieses Projekt weiterzuführen“. Dieser Meinung schloss sich auch Landtagsabgeordnete Elisabeth Kölblinger (ÖVP) an, die mit dem Ressort von Strugl und dem AMS Kontakt aufnehmen will. Ihre Hilfe sagten auch SP-Bezirksvorsitzender Peter Groiß und ÖGB-Bezirksvorsitzender Josef Ablinger zu.


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