Wahlen am 26. September: Was sich ändert und was jetzt schon fix ist
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Einiges wird sich an der politischen Landschaft durch die Wahl ändern. Bürgerlisten und neue Parteien haben sich gebildet, SPÖ und FPÖ werden in manchen Gemeinden nicht mehr antreten, NEOs und Grüne hingegen möchten in einige Ortsparlamente einziehen. Wir haben einige Fakten zusammengefasst, die jetzt schon feststehen.

Die ÖVP bleibt als Konstante. Sie wird in allen 52 Gemeinden des Bezirks für die Gemeinderatswahl antreten und stellt auch überall einen Bürgermeisterkandidaten. Anders sieht das hingegen bei der SPÖ aus. Sie wird in den Gemeinden Fornach, Gampern, Steinbach, Weißenkirchen, Weyregg und Zell am Pettenfirst – obwohl derzeit noch aktiv mit Mandaten im Gemeinderat – nicht mehr antreten. Die FPÖ wird sich in den Gemeinden Attersee, Frankenburg, Timelkam und Weyregg zurückziehen.
Bunte Farben
Die Grünen versuchen den Neu-Einzug ins Ortsparlament in folgenden Gemeinden: Attersee, Gampern, Lenzing, Neukirchen, Oberhofen, Oberwang, Pitzenberg, Tiefgraben und Weyregg. Etwas pinker könnte es bald in Attersee, Mondsee, Tiefgraben, Timelkam und Vöcklabruck werden, die NEOS stellen sich der Gemeinderatswahl. In Attersee, Mondsee und Vöcklabruck haben sie sogar einen Bürgermeisterkandidaten nominiert. Die Liste MFG tritt nur in der Bezirkshauptstadt an. In den Gemeinden Attersee (PRO), Gampern (b!g), Niederthalheim (PIRAT), Ottnang (FR) und Weyregg (LFW) gibt es neue Bürgerlisten, die sich der Gemeinderatswahl stellen. Die Listen FAL (Frankenburg), Frischer Wind (St. Lorenz) und WBF (Weyregg) werden sich hingegen verabschieden.
Hotspots
Spannend dürfte es in den Gemeinden Attersee, Ottnang und Tiefgraben werden. Hier treten jeweils fünf Parteien zur Gemeinderatswahl an. In Mondsee und Vöcklabruck sind es sogar sechs Parteien!
Viele Kandidaten
Auch eine große Anzahl an Bürgermeisterkandidaten gibt es in Attersee, Ottnang und Vöcklabruck (jeweils fünf). Spitzenreiter ist aber die Marktgemeinde Mondsee mit sechs zur Wahl stehenden Personen. In diesen Gemeinden wird wohl jeweils eine Stichwahl anstehen.
Bürgermeister-Wechsel
Was hingegen schon sicher ist: In einigen Gemeinden steht ein Bürgermeister-Wechsel an. So beispielweise in Ampflwang, ebenso wie in Attersee, Desselbrunn, Innerschwand, Rüstorf, Schörfling, Schwanenstadt, Weyregg und Zell am Moos. Hier werden amtierenden Ortschefs nicht mehr zur Wahl antreten. In den Gemeinden Schwanenstadt und Schörfling konnte der Bürgermeistersessel übrigens in der Familie bleiben: In Schwanenstadt tritt statt Karl Staudinger dessen Tochter Doris Staudinger an, in Schörfling könnte statt Gerhard Gründl sein Sohn Gerhard Gründl jun. neuer Ortschef werden.
Besonderheit
Besonders hier die Situation in der Gemeinde Weyregg: Hier wird der neue Bürgermeister auch einer anderen Partei angehören. Bürgermeister Klaus Gerzer (SPÖ) tritt nicht mehr an, einziger Kandidat für den Ortschefposten ist Michael Stur, der zur ÖVP gehört.
Nur ein Kandidat
Dies gilt auch für die Gemeinden Aurach, Berg, Fornach, Innerschwand, Manning, Oberwang, Pitzenberg, Pühret, Rüstorf, Rutzenham, St. Lorenz, Schlatt, Steinbach, Ungenach, Weyregg und Zell am Moos, wo es ebenfalls nur einen Bürgermeisterkandidaten (alle von der ÖVP) gibt.


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