Bäuerliche Familienbetriebe sichern Versorgung mit heimischem Schweinefleisch

Hits: 64
Martina Ebner Tips Redaktion Martina Ebner, 27.06.2022 13:43 Uhr

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Bauernbund-Bezirksobmann Alfred Lang sagt: „Wer Schweineställe in Österreich verhindert, fördert den Import von Schweinefleisch zu deutlich niedrigeren Standards.“

Das neue Tierwohlpaket der Bundesregierung bringe wesentliche Verbesserungen für die Tierhaltung in Oberösterreich, so Lang. Für die Schweine bedeute das mehr Platz und Liegeflächen im Stall. Parallel dazu sollen bis 2030 jährlich in Österreich eine Million Schweine unter den Premium-Standards „AMA-Gütesiegel Tierwohl“ sowie „Bio“ vermarktet werden. Damit steigt der Anteil an in Österreich erzeugtem Tierwohl-Schweinefleisch von rund 7 auf 36 Prozent.

Höhere Auflagen für Bauern fördern den Import von Schweinefleisch

Insgesamt gibt es in Österreich knapp 19.000 Schweinebauern, die rund 2,8 Millionen Schweine halten. Das ergibt rund 490.000 Tonnen Schweinefleisch pro Jahr, das die Bürger in Form von Schnitzel, Koteletts, Schinken und Co. verspeisen. In Oberösterreich gibt es in etwa 5.100 Schweinebauern, die 1,1 Millionen Schweine halten, davon 348 Betriebe mit rund 49.000 Schweinen im Bezirk Vöcklabruck. In Oberösterreichs Ställen befinden sich somit österreichweit die meisten Schweine. „Sowohl die oberösterreichischen, als auch die österreichischen Bauern legen größten Wert auf eine gute Haltung ihrer Schweine. Jeden Tag sehen sie mehrmals nach den Tieren im Stall. Österreich gilt in Sachen Tierwohl- und Lebensmittelstandards als globaler Vorreiter. Nicht umsonst wurde es von der Tierschutzorganisation „World Animal Protection“ im Ranking von 50 Staaten weltweit auf Platz eins eingestuft“, so Bezirksobmann Lang.

Selbstversorgung darf nicht gefährdet werden

Die Bauern sichern die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigsten Lebensmitteln, das gilt auch beim Schweinefleisch. Permanent steigende Produktionsauflagen ohne angemessene Vergütung hätten aber zur Folge, so Lang, dass immer mehr Familienbetriebe mit der Schweinehaltung aufhören. Importe aus Ländern mit deutlich niedrigeren Tierwohl-Standards steigen dadurch und werden im schlimmsten Fall zukünftig sogar notwendig. „Eine derartige Entwicklung gilt es aber schon alleine aus Gründen der Versorgungssicherheit zu verhindern. Österreichs Bauern können die Bevölkerung vollständig mit heimischem Schweinefleisch versorgen. Diese Sicherheit darf nicht aufs Spiel gesetzt werden – auch angesichts des Ukraine-Krieges und der globalen Unsicherheit“, gibt Lang zu bedenken.

Der Vöcklabrucker Bauernbund-Bezirksobmann appelliert an die Konsumenten, bewusst zur heimischen Ware zu greifen: „Denn nur so können wir die Existenz der bäuerlichen Familienbetriebe auch in unserem Bezirk und damit die Produktion von hochwertigem Schweinefleisch nach den strengen Vorgaben der österreichischen Tierschutzgesetze absichern!“

Kommentar verfassen



Hunkemöller eröffnet Store in der VARENA

VÖCKLABRUCK. Der internationale Lingerie- und Dessous-Hersteller Hunkemöller eröffnet heute, Freitag, 12. August, seinen neuesten Store in der VARENA. Ab sofort finden Kunden im Erdgeschoss ein vielfältiges ...

Seit 70 Jahren Urlaub am Attersee

UNTERACH/STEINBACH. Seit unglaublichen 70 Jahren verbringt Thomas Strizik aus Krems an der Donau seinen Urlaub am Attersee. 

Verletzten Wanderer geborgen

STEINBACH. Ein 70-jähriger Wanderer aus dem Bezirk Gmunden musste von der Bergrettung Steinbach geborgen werden. Der Mann war beim Abstieg vom Zimnitz (Leonsberg) gestürzt.

Streit in Asylunterkunft

BEZIRK VÖCKLABRUCK. In einer Asylunterkunft ist es bei der Essensausgabe zu einem Streit gekommen. Bei der folgenden Auseinandersetzung gingen Asylwerber tätlich auf einen 19-jährigen somalischen Asylwerber ...

Herausforderungen für heimische Jungbauern

BEZIRK VÖCKLABRUCK/REGAU. Steigende Betriebskosten und durchbrochene Lieferketten sind nur ein Auszug der aktuellen Probleme für die heimische Landwirtschaft. Bei der Jungbauern-Bezirkstour wird der ...

Fornach freut sich über 1000. Einwohnerin

FORNACH. Die Gemeinde Fornach hat die 1000-Einwohner-Marke „geknackt“. Anna Rosalie Hupf, geboren am 21. Juli, ist die tausendste Einwohnerin der Gemeinde.

Radtreffpunkt „Velobruck“ im OKH

VÖCKLABRUCK. Die Radlobby Vöcklabruck lädt mit „Velobruck“ am 26. August zum nächsten Rad-Café beim OKH Vöcklabruck ein. Der Treffpunkt ist von 17 bis 19 Uhr geöffnet und befindet sich beim ...

Spritztour mit Golf-Carts: Polizei erbittet Hinweise

ATTERSEE. Zwei männliche Täter haben Golf-Carts eines Golf-Clubs unbefugt in Betrieb genommen und eine nächtliche Spritztour auf der Anlage veranstaltet. Dabei wurden beide Carts beschädigt. Die Polizei ...