Lebenseinstellung: "Sensenmähen ist pure Meditation"
WEITERSFELDEN. Es ist ein schöner, sonniger Tag, die Vögel zwitschern, man hört Wasser plätschern und – den Rasenmäher in Nachbars Garten. Aus ist“s mit der Ruhe! Karl Katzinger aus Harrachstal kennt dafür das beste Gegenmittel: die Sense.

Er findet es schade, dass kaum jemand noch die meditative Arbeit des Sensenmähens ausüben kann und es an schönen Tagen rund um sein Haus dröhnt und surrt. „Ich springe dann auf mein Fahrrad und verlasse den Ort des Grauens. Die modernen Menschen in meiner Umgebung verspüren keine Notwendigkeit, einen sonnigen Tag spirituell zu nützen. Meditation oder Kommunikation mit Freunden? Nichts da. Dröhnen muss es. Leider wird immer mehr Wiesenfläche in Rasen umgewandelt. Dabei wäre Wiese für unsere Insekten so wertvoll und die müsste auch nur zwei- oder dreimal im Jahr gemäht werden statt mit dem Rasenmäher jede Woche alles Grün zu zerfetzen“, ärgert er sich. Dabei könne man sogar einen Rasen mit der Sense mähen, und zwar ohne Lärm und Emissionen. „Wo Rasen mit dem Rasenmäher bearbeitet wurde, mähe ich mit einer scharfen Sense immer noch einen Zentimeter weg. Die Sense ist nämlich ein Präzisionswerkzeug, das man einfach nur bedienen lernen muss.“ Er hat sein Anliegen, wieder mehr mit der Sense zu mähen, sogar schon als Leader-Projekt zu Papier gebracht. Leider mit wenig Erfolg.
Kurse und mehr
Damit aber die Technik des Sensenmähens und Dengelns nicht verloren geht, hält Karl Katzinger Kurse ab. Gruppen von etwa fünf bis sechs Personen können sich bei ihm unter Tel. 0664/73014415 oder office@sensenmaehen.at anmelden. Die Ausrüstung stellt Katzinger zur Verfügung. Auch Sensen- und Mähservice gehgören zu seinem Repertoire. Mehr Infos findet man im Internet unter www.sensenmaehen.at.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden