Es war der Wolf: "Die Leute haben schon ein ungutes Gefühl, in den Wald zu gehen!"
WEITERSFELDEN/BEZIRK. Es war ein Wolf, der seine Mutterschafe gerissen hat – nach dieser Bestätigung, die Reinhard Engel aus Wienau jüngst telefonisch mitgeteilt wurde, steigt in der Region die Verunsicherung. „Die Leute haben schon ein ungutes Gefühl, in den Wald zu gehen“, sagt Bauernbund-Bezirksobmann BBK-Obmann Josef Mühlbachler.

„Ich habe die Auskunft bekommen, dass ein Wolf mit Allentsteiger Abstammung meine Schafe auf dem Gewissen hat“, sagt Reinhard Engel gegenüber Tips. Ende Juni hatte er insgesamt fünf seiner Tiere verloren. „Ob es einer oder mehrere Wölfe waren, wollte man mir nicht sagen“, fügt Engel hinzu. Die Erbgutanalysen bei dem in Liebenau gerissenen Kalb und dem Mutterschaf in Unterweißenbach liegen noch nicht vor. „Meine Tiere sind nach wie vor im Stall, ich mähe ihnen Gras und bin am Überlegen, ganz mit der Schafhaltung aufzuhören“, sagt der Weitersfeldner.
Verunsicherung steigt
Die wiederholten Attacken auf Nutztiere und Pfotenabdrücke in unmittelbarer Hofnähe sorgen in der Region unterdessen für Verunsicherung. „Viele Leute haben schon ein ungutes Gefühl, alleine in den Wald zu gehen“, sagt Bauerbund-Bezirksobmann Josef Mühlbachler. Er empfiehlt, alle Sichtungen und Spuren zu dokumentieren und auf der Gemeinde sowie beim Land zu melden. Landesrat Max Hiegelsberger war vor wenigen Tagen in der Region, um seine Johannesweg-Wanderung fortzusetzen. „Er hat ebenfalls dazu aufgerufen, alle Zwischenfälle zu melden und hat gemeint, wenn es so weitergeht mit den Tierrissen, wird irgendwann ein Abschuss fällig“, so Mühlbachler.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden