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WELS. Fast vorbei ist die Zeit von Marlen Schachinger als Welser Stadtschreiberin. Allerdings gibt es zum Abschluss noch zwei besuchenswerte Veranstaltungen.

Marlen Schachingers Finale steht an. Foto: Gampus
Marlen Schachingers Finale steht an. Foto: Gampus

Unter dem Titel „Schlussstrich“ findet am Mittwoch, 27. November, 19.30 Uhr die Abschlusslesung der Stadtschreiberin: „Korrekturen –der vom Kosovo via Kuba nach Wels“ im Alten Schlachthof statt.  Schachingers Abschlied als Welser Stadtschreiberin steht ganz im Zeichen des Unterwegs-Seins: Auf die Lesung aus den „Kosovarischen Korrekturen“ folgt ein Gespräch mit Nationalrätin Petra Wimmer, welche unter anderem auch in der „Parlamentarischen Gruppe Österreich-Kosovo“engagiert ist.

Im Dialog mit Petra Wimmer

Dass die beiden Frauen einander in Wels über den Weg liefen, verdanken sie übrigens der Stadt, der Musik, Che Guevara, dem politischen Engagement und einem Hashtag … Schon sind weitere wichtige Stichwörter jenes Abends gefallen: Denn von der Welser Straßenszenerie via Che und Schachingers temporären Schreibtisch in der Neustadt geht es nach Kuba.

Einblicke in den neuen Roman

Zum ersten Mal gewährt die Autorin Einblicke in ihren Roman „Darob“, an dem sie in Wels weiterarbeitete. Er porträtiert im Korpus Machtverhältnisse in den Medien sowie in der Kunst. Von jenen irritierenden Misstönen zieht sich der Bogen der Erinnerung bis in die Karibik-Insel. Wir begleiten daher in der Lesung an diesem Abend einen österreichischen Journalisten durch Havanna.

Schachinger und Rabl über „Frost“

Die wirklich allerletzte Veranstaltung am Freitag, 29. November, 19 Uhr im Medienkultur Haus entstand zufällig: Während des Antrittsbesuchs der Literatin als Welser Stadtschreiberin beim Bürgermeister, drehte sich das Gespräch um Literatur im Allgemeinen und um Thomas Bernhard im Besonderen. In seiner Jugend, so Andreas Rabl, habe er Bernhard der langen Sätze wegen schwer verständlich gefunden, mittlerweile jedoch schätze er diesen Literaten. 

Schachinger hingegen stieg früh in Bernhards Lektüre ein, da ein anderer Leser sie für diesen Autor zu begeistern wusste. „Frost“ brachte sie dreißig Jahre später zur begleitenden Relektüre für ihr eigenes Romanprojekt „Darob“ mit nach Wels: Was lag folglich näher als einen öffentlichen Gesprächsabend zu Thomas Bernhards Roman „Frost“ als Finale ihrer Stadtschreiberinnen-Monate zu initiieren und auch das Publikum aufzufordern, sich in die Diskussion über dieses Werk des großen österreichischen Autors zu mengen?

Eine Veranstaltung, die ganz im Zeichen des Lesens  und der Auseinandersetzung mit einem Werk steht. Woraus im Falle einer Literatin wieder ein Werk erwächst, welches sich in Wels zu schreiben begann …


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