Welser Figurentheaterfestival wieder mit Gäste-Plus
WELS. Im zweiten Jahr nach der Rückkehr vom Juni in den März darf das Internationale Welser Figurentheaterfestival stolz auf das wiedergewonnene Publikumsinteresse sein. Zur 34. Ausgabe kamen rund 4.400 Gäste – 900 mehr als 2025. Die Auslastung ist mit 78 Prozent um sechs Prozentpunkte gestiegen.

Das Festival holte im Zeitraum von Donnerstag, 12. bis Donnerstag, 19. März 2026 insgesamt 54 Gruppen und Einzelkünstler aus sieben Ländern bei 55 Vorstellungen nach Wels.
Aufführungen im Schaufenster
Dem öffentlichen Raum galt in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk: Dank der großen Bereitschaft zahlreicher Welser Geschäfte konnten dort Kurzstücke im Format Lambe-Lambe zumeist für jeweils eine Person gezeigt werden. Im „Cine Traktori“ – einer mobilen Bühne – trat Akira Schroth am Samstagnachmittag auf, während an den übrigen Festivaltagen dort Kurzfilme gezeigt wurden.
Die Rückmeldungen von Künstlern und Gästen waren einhellig positiv. Immer wieder gelobt wurde die besondere Atmosphäre des Festivals, die vor allem auch von den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern geschaffen wird. Das betonte auch Kulturreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger bei der Eröffnung besonders.
Packende Eröffnung
Bei der Eröffnung ließ die Company Freaks und Fremde aus Dresden in „Eisler Lost In Hollywood“ das Leben des berühmten Komponisten Hanns Eisler in all seiner Widersprüchlichkeit erstrahlen. Bildgewaltig, ironisch und mit einer respektvollen Adaption der Originalkompositionen wurde das Publikum 90 Minuten lang in den Bann der Geschichte gezogen.
Junge Kunst, junges Publikum
Im Anschluss daran wurde auch das Festival im Festival – die vierte Ausgabe von Young Animation – eröffnet. Eva Mario Hasler machte in der 15-minütigen Performance „Evas Apfel“ mit dem bekanntesten Sündenfall der Weltgeschichte als Ausgangspunkt deutlich, dass junges Figurentheater sowohl technisch als auch inhaltlich viel zu bieten hat. Auch in der akrobatischen Clowneske „Einräumen“ von Camilla Krause zeigte sich die Innovation und Kreativität der „Jungen“. Die Vorstellungen für junges Publikum waren durchwegs ausgebucht: Von Märchen über Kinderbuchadaptionen bis hin zu berührenden zeitgeschichtlichen Themen ließen sie alle inhaltlichen Facetten zu, die mit den Mitteln des Figurentheaters unmittelbar greifbar wurden.
„Hoher Stellenwert für die Stadt“
Kulturreferentin Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Das Internationale Welser Figurentheaterfestival hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig und vielfältig diese Kunstform ist. Der deutliche Besucherzuwachs und die große Begeisterung bei Publikum wie Künstlern zeigen, welchen hohen Stellenwert das Festival für unsere Stadt und weit darüber hinaus hat. Besonders die Öffnung in den öffentlichen Raum und das starke Engagement der vielen Ehrenamtlichen machen diese Veranstaltung zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis


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