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WELS/THALHEIM. Die Lebenshilfe-Werkstätte 2 aus der Friedhofstraße in Wels ist nach Thalheim übersiedelt und hat den Betrieb dort schon aufgenommen. Im Übergangsquartier ist man gut aufgenommen worden.

  1 / 3   Klienten aus der Werkstätte Thalheim nehmen Abschied von der baufälligen Werkstätte in der Friedhofsstraße, deren Abrissarbeiten in der kommenden Woche starten. Foto: Lebenshilfe OÖ

32 Menschen mit Beeinträchtigung sind mit zehn Mitarbeitern und zwei Zivildienern in das ehemalige Raiffeisenbank-Gebäude in der Rodlbergerstraße gezogen. Auch ein Verkaufsraum, in dem die handgefertigten Keramik- und Holzprodukte der Lebenshilfe-Werkstätten angeboten werden, eröffnet hier.

„In nur 7 Wochen und mitten in der Urlaubszeit sind wir mit Maschinen und Mobiliar umgezogen. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn mein Team und das oberösterreichweite Hausmeister- und Tischlerteam der Lebenshilfe nicht an einem Strang gezogen hätten“, erklärt Peter Martin, Leiter der Lebenshilfe-Werkstätte.

Baufälliges Gebäude wird abgerissen

Im Jahr 1974 wurde die Lebenshilfe-Werkstätte in der Friedhofsstraße als eine der ersten Beschäftigungsstellen für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Oberösterreich eröffnet. Nun fällt das baufällige und nicht barrierefreie Gebäude dem Abrissbagger zum Opfer. An seiner Stelle wird ein Wohnhaus für die Bewohner des ebenfalls baufälligen Lebenshilfe-Wohnhauses in der Gabelsbergerstraße 2 gebaut. Im Frühjahr 2020 wird das Wohnhaus in den Neubau in der Friedhofsstraße übersiedeln. In der Gabelsbergerstraße soll das Wohnhaus danach abgerissen werden und der Spatenstich für die neue Lebenshilfe-Werkstätte Wels 2 ist an seiner Stelle geplant.

Arbeit in Thalheim wieder aufgenommen

In der Werkstätte in Thalheim wurden die Arbeit der Keramikwerkstätte, der Grünanlagenpflegegruppe sowie die Bearbeitung von Industrieaufträgen durch die Industriegruppe bereits wieder aufgenommen. Viele der insgesamt 32 in der Lebenshilfe-Werkstätte beschäftigten Personen sind sehr selbständig und reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Der neue Arbeitsweg wurde gut vorbereitet und alle Beschäftigten sind am ersten Tag in der neuen Werkstätte pünktlich erschienen. Sechs weitere Klienten der Lebenshilfe-Werkstätte arbeiten im Rahmen der Integrativen Beschäftigung direkt in der Kellner & Kunz AG.

Gut aufgenommen worden

„In der Marktgemeinde Thalheim sind wir herzlich aufgenommen worden - wir haben schon Besuch vom Bürgermeister und vom Amtsleiter erhalten. Die Raika hat uns zusätzliche Lagerflächen im ersten Stock zur Verfügung gestellt und das mit dem Abriss und Neubau beauftragte Bauunternehmen Gerstl Bau hat uns Container zur Einlagerung unserer Gartenmöbel überlassen“, freut sich Peter Martin, der den kommenden Jahren in der Werkstätten-Übergangslösung im Zentrum von Thalheim positiv entgegenblickt. Im Herbst soll es einen Tag der offenen Tür geben, um den Bürgern von Thalheim Einblicke in die Arbeit der Lebenshilfe-Werkstätte zu ermöglichen.


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