Der Medienkaiser im hintersten Winkel
WELS. Die Beinamen für Kaiser Maximilian I, der ja 1519 in der Burg das Zeitliche segnete, reichten von „Der letzte Ritter“ bis hin zu „Medienkaiser“. Er legte Wert darauf, dass bei Schriften immer sein Konterfei zu sehen war. So konnten sich die Untertanen immer ein Bild von ihrem Kaiser machen. 2019 wird zu einem besonderen Gedenkjahr mit vielen Veranstaltungen nicht nur in Wels. Aber dem Medienkaiser würde eines sicher nicht gefallen, dass er im hintersten Winkel des Burggartens seine Statue hat.

Ganz versteckt in den Büschen beim Spielplatz thront die Statue und blickt Richtung Burg. Der Platz ist gerade in dem Gedenkjahr nicht unbedingt würdig. Die Statue hätte auch sonst einen besseren Standort im herrlichen Burggarten verdient. SP-Kulturreferent Johann Reindl-Schwaighofer meinte gegenüber Tips: „Das müssen wir uns noch überlegen. Geplant wäre derzeit nichts“. Man stelle sich aber vor: Ende März kommen bedeutende Historiker Europas nach Wels und die Statue steht immer noch zwischen den Sträuchern.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden