Ausgetestet: Gute und schlechte Noten für das Welser Schulessen
WELS. Mystery-Esser haben zwei Monate lang die Mahlzeiten an den Ganztagesschulen auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse ernährungswissenschaftlichen Auswertung liegen vor und die Politik zieht ihre Schlüsse.

Der Speiseplan wird während der Testphase als „immer sehr abwechslungsreich“ bezeichnet. Auch das Fazit hinsichtlich Geschmack fällt durchaus positiv aus. Dem Personal der Firma Sodexo wird bescheinigt, gut eingeschult und freundlich zu den Kindern und Lehrern zu sein, heißt es seitens der Stadt in einer Aussendung. Soviel zu den guten Noten. Bei den Nährstoffen liegt man auf dem ersten Blick nahe am Optimum, doch der zweite Blick bringt mehrheitlich „ungesünderen“ Nährstoffarten (tierische statt pflanzlicher Fette und Eiweiße sowie einfache statt komplexer Kohlenhydrate) und einen sehr geringen Anteil an Ballaststoffen. Dazu wird die fehlende Regionalität und Saisonalität kritisiert. „Die Regionalität ist mit einem Lieferweg von rund 1.000 Kilometern nicht gegeben“, berichten die Tester.
FP-Bürgermeister Andreas Rabl: „Der Wunsch nach mehr Regionalität ist da. Für die nächsten Jahre sind wir einzementiert, aber eine langfristige Lösung muss möglich sein. Da ist der Referent zuständig“ Der heißt Johann Reindl-Schwaighofer: „Ich habe mir verschiedene Möglichkeiten angeschaut: Bundesheer, Klinikum und noch andere. Wenn wir regional und saisonal kochen wollen, dann ist die einzig vernünftige Lösung eine moderne städtische Zentralküche. Da haben wir dann alle Fäden - Einkauf und Kosten - selbst in der Hand“. Da braucht es aber den politischen Willen bei der Stadt Wels.


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