Filmemacher Herman Weiskopf bei der Gedenkkundgebung der Stadt
WELS. Nach der Absage von Abt Maximilian als Hauptredner bei der Gedenkkundgebung der Stadt anlässlich des 81. Jahrestages der Reichspogromnacht sprach der Tiroler Filmemachers Herman Weiskopf. Sein Fazit: „Geschichte gehört korrekt erzählt und man muss den Diskurs führen“.

Weiskopf verfilmt die Lebensgeschichte von Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt wurden. Seit wenigen Wochen ist die Götzner Märtyrerpfarrer „Otto Neururer – Hoffnungsvolle Finsternis“ in den Kinos: „Ein Film ist eine Möglichkeit Geschichte näher zu bringen aber auch um Parallelen zur Gegenwart aufzuzeigen“, sagt Weiskopf. Wichtig ist aber auch das Miteinander Reden und der offene Diskurs: „Wenn wir unsere Filme in Schulen zeigen, dann wird angeregt diskutiert. Vor allem die Jugendlichen setzen sich mit dem Thema intensiv auseinander“. Und das ist ihm besonders wichtig: „Geschichte gehört bewusst gemacht“. Deswegen habe er die Einladung auch gerne angenommen hier zu sprechen. „Es gibt keine Berührungsängste“.
Bürgermeister Andreas Rabl (FP) sprach in seiner Rede von der Würde des Menschen. Sie ist das höchste Gut. Mehr denn je in dieser Zeit. Und es brauche auch diese Gedenken. Gleichzeitig kündigte er auch an, dass im kommenden Frühjahr eine Gedenktafel an das KZ Wels II, das kurzfristig für wenige Wochen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges bestand vor dem Messe-Sicherheitszentrum aufzustellen. „Denn es ist unsere Pflicht an die Geschehnisse von damals zu erinnern“.


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