Wasser und Strom: Wels ist sehr gut versorgt
WELS/STEINHAUS. „Die hohen jährlichen Investitionen von über 30 Millionen Euro und der Ausbau eines Krisenmanagementsystems machen sich aktuell besonders bezahlt“, sagt Eww-Vorstandssprecher Florian Niedersüß. Der Neubau Kraftwerk Traunleiten plus Investitionen in Hochbehälter für die Wasserversorgung bieten Sicherheit für die Bevölkerung.

Man sei für einen Blackout gerüstet in Wels. Das betrifft nicht nur die Infrastruktur, sondern auch im Krisenstab, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl.
Die Gefahr eines Blackouts schwebt wie ein Damoklesschwert über Europa. „Durch die zunehmend schwankende Stromproduktion müssen immer häufiger stabilisierende Netzeingriffe durchgeführt werden, die das sensible Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Verbrauch halten. Einfacher ausgedrückt, das Stromsystem ist anfälliger für Störungen geworden. Das Kraftwerk Traunleiten ist ein Vorzeigeprojekt für eine Sicherheitsinsel, von welcher aus zumindest die Stadt Wels binnen kürzester Zeit wieder voll mit Wasser und Strom versorgt werden kann. Hier wird Sicherheit auf höchstem Niveau geboten“, erklärt Landesrat Wolfgang Klinger (FP) beim Lokalaugenschein beim Kraftwerk Traunleiten.
Versorgung
Die Versorgungssicherheit in Wels beruht aber nicht nur auf der eigenen Stromproduktion, sondern auch auf einem eigenen Netz und auf einem Betrieb, der auf viele Monate hinaus durch mehrere Teams gewährleistet ist.
Das unterirdische Kabelnetz sorgt ebenfalls für eine sichere Stromversorgung. Es gibt keine Freileitungen und Masten, die im Falle von Unwettern Angriffspunkte wären. Auch bei der Stromlieferung garantierten redundante Systeme die Betriebssicherheit. Beim Ausfall eines Umspannwerkes kann die Stromversorgung durch das Umschalten auf ein anderes Werk aufrechterhalten werden. Auch die Steuerung der Kraftwerke ist nicht auf einen Punkt konzentriert. Sollte es in einem Wartenteil – zum Beispiel beim Fernheizkraftwerk – einen Ausfall geben, kann das neue Kraftwerk Traunleiten als vollwertige Leitzentrale verwendet werden.
Mehrere Hochbehälter in Wels und dem Umland sorgen für eine redundante Wasserversorgung der Welser Bevölkerung. Die Versorgung ist auch während eines Stromausfalls sichergestellt. Das Versorgungsgebiet liegt nämlich tiefer als die Gewinnung und die Hochbehälter. Für das Leitsystem gibt es Regler, die im schlimmsten Fall händisch gesteuert werden müssten, aber hier gäbe es die Möglichkeit ein mobiles Notstromaggregat anzuhängen. Auch bei der Gewinnung ist alles so konzipiert, dass eine Notstromversorgung sichergestellt ist.


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