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WELS. Im Tips Exklusiv-Interview forderte VP-Stadtrat Peter Lehner vor Wochenfrist mehr Transparenz bei der zukünftigen Ausrichtung der Messe Wels. Nebenbei kritisierte er FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Der lässt sich das naturgemäß nicht gefallen.

Es wird an einer neuen Strategie für die Messe Wels gefeilt. Foto: Messe
Es wird an einer neuen Strategie für die Messe Wels gefeilt. Foto: Messe

Es ging auch um drei Millionen Euro Zuschuss für die Messe und dass sich Rabl immer wieder mit Messepräsident Hermann Wimmer Sachen ausmache und keiner wisse etwas davon: „Die drei Millionen Euro sind eine Ausfallshaftung für die Messe Wels. Außerdem ist es nicht verboten, dass der Eigentümervertreter mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dinge bespricht“, so der Bürgermeister. Diese drei Millionen Euro schützen auch die Messe vor einem Konkurs: „Es ist wohl kein Geheimnis, dass das Jahr 2020 schlecht war und 2021 nur marginal besser sein wird. Hier müssen wir als Stadt helfend eingreifen. Die Messe ist wichtig für das Image der Stadt und für den Tourismus sowieso.“ Rabl kann sich durchaus vorstellen, den Masterplan Messe früher umzusetzen. „Der Abriss der Hallen an der Traun wäre für 2024 geplant. Das könnte man durchaus vorziehen. Die Idee eines Central Parks für Wels hat Charme.“

Was die weitere Entwicklung des Messewesens anbelangt, wird wohl die WeBuild Energiesparmesse 2022 der Gradmesser sein: „Dass der Trend weg geht von Publikumsmessen in Richtung Fachmessen ist nicht neu. Von der Infrastruktur sind wir gut aufgestellt. Für die digitalen Anforderungen müssen wir noch etwas tun.“ Grundsätzlich werde man die Strategie neu überdenken. Es braucht aber jetzt auch Klarheit, wie Messen aussehen können: „Mit 20 Quadratmetern pro Besucher ist vieles nicht möglich“, so Rabl. Die Kritik geht auch an den Bund: „Es fehlen die klaren Vorgaben. Außerdem ist es nicht fair, dass private Messen Förderungen bekommen, hingegen Messen, die Gebietskörperschaften gehören, jedoch nicht.“

Im Mai will die Messe mit der Pferd wieder beginnen. Es braucht jedoch die klaren Vorgaben der Bundesregierung: „Solange es diese nicht gibt, ist es schwierig zu planen“, meint Messedirektor Robert Schneider. Was die Zukunft anbelangt, wird es immer digitaler: „Wir arbeiten an vielen Dingen. Das beginnt mit einer Vereinheitlichung unserer Web- und Social Media Auftritte bis hin zu verschiedenen Online- und Präsenz-Formaten.“ Es wird in Zukunft auch die Möglichkeit geben, Messestände mittels 3D-Technik begehbar zu machen. Das Gebot der Stunde sei, bei allem effizient und digital zu arbeiten.


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