Mit Leib und Seele Jägerin

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Gertrude Paltinger, BSc Gertrude Paltinger, BSc, Tips Redaktion, 05.03.2021 07:11 Uhr

PICHL. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und dem Lebensraum der Tiere liegen ihr besonders am Herzen – Astrid Burgholzer ist mit Leib und Seele Waidfrau.

Astrid Burgholzer ist die erste Konsortin in Pichl und auch bezirksweit gibt es wenige Jagdpächterinnen. Obwohl, Jägerinnen gäbe es schon einige, erzählt sie. Schon vor 14 Jahren, als Astrid Burgholzer den Jagdkurs besuchte und die Jagdprüfung ablegte, machten Frauen 25 Prozent der Kursteilnehmer aus. Die Pichlerin war schon immer gern in der Natur. Auf die Idee, Jägerin zu werden, ist sie gekommen, als im Freundeskreis darüber gesprochen wurde. Eine Entscheidung, die ihr bis heute viel Freude bereitet.

Umfangreiche Ausbildung

„Die Jagdprüfung ist sehr umfangreich. Man muss viel lernen – von der Tierkunde und den Gesetzen über das Brauchtum und die Hunderassen bis hin zu den Wildkrankheiten und zur Ökologie“, erzählt die leidenschaftliche Jägerin.

Früher Ausgeherin, wo sie den Jagdpächter unterstützt und sich schon tatkräftig in der Jagdgemeinschaft engagiert hat, hat sie heute als Jagdpächterin ein eigenes Revier von etwa 135 Hektar. Um dieses kümmert sie sich eigenverantwortlich. Sie ist für die Fütterung und die Instandhaltung der Reviereinrichtungen zuständig, hält Kontakt mit den Grundbesitzern und muss gewährleisten, dass der behördlich festgelegte Abschuss erfüllt ist. Bei Unfällen mit Wildtieren muss sie das tote oder verletzte Tier suchen oder holen. Als Ausgeher in ihrem Revier unterstützt sie ihr Mann.

Treue Begleiterin ist ihr auch Jana, eine geprüfte Jagdhündin der Rasse Deutsch-Kurzhaar. „Hunde spüren viel mehr als Menschen, sie sind aufmerksame Beobachter und eine wertvolle Hilfe, wenn zum Beispiel ein verletztes Reh, das nach einem Unfall weggelaufen ist, gefunden werden muss.“

Verantwortung für die Natur

„Seit ich Jägerin bin, schaue ich die Natur mit anderen Augen an, bin viel aufmerksamer geworden“, sagt sie über ihr Hobby. Aber eigentlich ist es viel mehr als ein Hobby: „Die Jagd sehe ich als verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und dem Lebensraum der Tiere.“ Zu dieser Verantwortung gehört auch das Erlegen des Wildes. „Der Wald ist außerdem mein Ausgleich zum Beruf. Im Wald gibt es keine Hektik“, sagt Burgholzer, die hauptberuflich mit ihrem Mann im familieneigenen Vermessungsbüro in Wels arbeitet.

Leidenschaftliche Wild-Köchin

Eine Leidenschaft hegt sie auch für das Wildfleisch. „Ich koche und esse gerne Wild. Da weiß ich, woher das Fleisch kommt, nämlich aus der Region. Bevor ein Wildtier erlegt wird, ist es keinem Stress ausgesetzt. Wildfleisch ist ein hochqualitatives Lebensmittel, schmackhaft, fettarm und hat gesunde Inhaltsstoffe“, schwärmt sie und kann gleichzeitig die Scheu vor der Zubereitung nehmen. „Mit Wild kann man alles machen, es ist total unkompliziert zu verkochen.“

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