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WELS. Die Volkshilfe startet nicht nur eine Petition (kinderarmut-abschaffen.at) für eine Kindergrundsicherung, sondern hat auch gleich ein Modell mit im Gepäck.

Erich Fenninger, Petra Wimmer, Johann Reindl-Schwaighofer. (Foto: Volkshilfe)
Erich Fenninger, Petra Wimmer, Johann Reindl-Schwaighofer. (Foto: Volkshilfe)

 

 

 

Bei Aktionstagen in der ganzen Republik macht die Volkshilfe auf die Petition aufmerksam. Erich Fenninger, Bundes-Geschäftsführer der Volkshilfe, stellte in Wels gemeinsam mit Familiensprecherin Nabg. Petra Wimmer (SP) das Modell vor. „Das Minimum sind 200 Euro monatlich anstelle der Familienbeihilfe, die jedes Kind bekommen würde. Danach wird nach Einkommen gestaffelt mit einem Maximum von 625 Euro pro Kind“, erklärt Wimmer. Die Gesamtkosten von rund 600 Millionen Euro wären für ein Land wie Österreich leistbar, meint Fenninger. Das dieses Modell funktioniert unterlegt die Volkshilfe mit einer Studie. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren 23 Kinder mit einer durchschnittlichen Grundsicherung von 300 Euro unterstützt. Aus der begleitenden Forschung wissen wir, dass das Modell funktioniert hat“, erklärt Fenninger. „Die Kinder waren weniger krank und hatten weniger Bauch- oder Kopfschmerzen. Die Fehlzeiten in der Schule haben sich deutlich reduziert. Die Kinder waren viel offener und lächelten, weil Wohnung und Essen gesichert waren“.

Mit dem Volkshilfe Modell könne man Druck aus den Familien nehmen. Denn gerade die Corona-Pandemie hat die Situation weiter verschärft. Doppelt so viele armutsbetroffene Eltern wie noch im vergangenen Sommer haben bei einer Umfrage die Lebensqualität ihrer Kinder nach rund einem Jahr Pandemie mit einem „Nicht Genügend“ bewertet.

 


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