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WELS. Die Wortwahl beim Anblick von E-Scootern reicht von „hip und modern“ bis hin zu vorsichtig ausgedrückt „weg mit dem Zeug“. Die Diskussion geht wegen Abstellflächen und Kennzeichenpflicht in die nächste Runde.

Scooter bleiben weiter Tagesgespräch. (Foto: Tips)
Scooter bleiben weiter Tagesgespräch. (Foto: Tips)

Die Beschwerden reißen nicht ab. Oft stehen die Verleih-Scooter mitten am Weg oder in Einfahrten. Oder die Nutzer fahren ohne Rücksicht auf sich und andere durch die Gegend.

Drei Verleihfirmen bieten in Wels an. Es existiert ein Verhaltenskodex und darüber hinaus gesperrte Rückgabezonen in Fußgängerzonen und innerstädtischen Parkflächen. Trotz Verpflichtung der Verleihfirmen zum Entfernen vorschriftswidrig abgestellter E-Scooter innerhalb von drei Stunden nach Meldung häufen sich die Beschwerden, sagt Mobilitäts-Stadtrat Stefan Ganzert (SP). Er sieht in der eingeführten Kennzeichenpflicht in Wien einen Vorteil. Verstöße können so leichter geahndet werden. Dazu wird an verpflichtenden Abstellflächen gearbeitet.

„Wo bleiben die versprochenen Parkplätze?“

Genau die fordern die Freiheitlichen ein. Bei einem Abstellen außerhalb so einer Zone läuft der Zähler weiter. „Nur so werden die Nutzer ihr Verhalten ändern“, meint FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß. Er fordert zusätzlich zur Kennzeichenpflicht eben diese schon lange versprochenen verpflichtenden Abstellflächen. Es muss rasch gehen und nicht wieder Monate dauern und nimmt den Mobilitätsstadtrat in die Verantwortung.

Ganzert sieht Bürgermeister in der Pflicht

Bei der Kennzeichenpflicht geht Ganzert mit, aber dann wird es schon wieder kompliziert. Denn aus seiner Sicht ist das Finden von geeigneten Flächen nicht so einfach: „Der Interessenkonflikt besteht darin, dass Gebührenparkplätze und die Liegenschaftsverwaltung im Ressort des Bürgermeisters angesiedelt sind. Gerade in der Innenstadt ist der öffentliche Raum beschränkt. Die Vorschläge Gebührenparkplätze zugunsten von E-Scooter Abstellflächen aufzugeben, stoßen beim Bürgermeister auf Widerstand und ziehen lange Verhandlungen mit sich“ , spielt Ganzert den Ball wieder zur FPÖ zurück.


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