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SCHLEISSHEIM. Beim Geschichtenwettbewerb des OÖ Familienbundes überzeugte die achtjährige Ida Meitner-Wagner aus Schleißheim mit ihrer fantasievollen Geschichte „Spannende Suche“. 

Ida Meitner-Wagner begeisterte mit „Spannende Suche“ die Jury des Geschichtenwettbewerbs des OÖ Familienbundes. (Foto: Markus Hohensinn)

Beim Geschichtenwettbewerb des Familienbundes ging es darum, den Geschichtenanfang der bekannten Kinder- und Jugendbuchautorin Sabina Sagmeister fortzusetzen. Unter allen Einsendungen konnte sich im Ida Meitner-Wagner mit ihrer Geschichte „Spannende Suche“ durchsetzen und schrieb sich unter die fünf Gewinner aus ganz Oberösterreich.

So hat Sabine Sagmeister die Geschichte begonnen ...

„Theo war langweilig. In diesem Moment rief Mimi an. „Hast du morgen schon was vor? Nein? Na, jetzt schon.“„Okay. Und was?“, wollte Theo wissen. „Ich habe uns für eine Führung im technischen Forschungszentrum angemeldet.“ Erwartungsvoll machte Mimi eine Pause.„Computer? Chemie-Labor? Und geheime Experimente? Klar, das machen wir“, stimmte Theo begeistert zu. Im Hintergrund bellte Mimis Hündchen Pixel zur Bestätigung.

Am nächsten Tag begrüßte sie ein weißer Roboter in der Empfangshalle des Forschungszentrums. „Pling. Hallo, ich bin Robina. Pling. Ich begleite euch heute. Pling. Bitte entfernt euch nicht von mir. Pling. Manche Räume sind nur für Wissenschafter. Pling.“„Wow, ist das cool“, ließ Theo hören.„Total aufregend“, stimmte Mimi ein. Sie hatte ihre große Tasche vor sich auf den Boden gestellt. Aus den Augenwinkeln sah Theo, dass sich diese bewegte. „Nein, oder?“, zischte er ihr zu. Mimi klimperte mit den Augenlidern. Und während die beiden noch stritten...“ 

Und so erzählt Ida weiter ...

…entfernte sich die Tasche langsam von den Kindern.

Robina teilte mit: „Die Führung startet! Pling! Bitte folgt mir!“ Der Roboter drehte sich um und rollte von den Kindern weg.

Erst jetzt bemerkte Mimi: „Meine Tasche ist weg!“. Auch Theo sah sich um. „Wo kann die Tasche nur sein?“ Mimi meinte: „Suchen wir zuerst draußen.“ Theo erwiderte: „Aber wir haben doch eine Führung!“ Mimi entgegnete: „Meine Tasche ist viel wichtiger. Die Führung hat noch Zeit!“. „Okay“ antwortete Theo. Mimi und Theo riefen wie im Chor: „Dann geht die Suche los!“

Draußen sahen die Kinder aber keine Spur von Mimis Tasche. Theo murmelte: „Eigentlich habe ich mich auf die Führung gefreut. Und jetzt finden wir hier nichts“. Theo und Mimi waren enttäuscht. Das Mädchen gab zu: „Du hattest vorhin Recht, Pixel ist in der Tasche. Ich bin verzweifelt, weil sie jetzt weg ist. Ich konnte sie nicht alleine daheimlassen, deshalb nahm ich sie mit.“ Theo überlegte: „Du kennst Pixel am besten. Wohin würde sie hingehen wollen?“ „Pixel ist immer dort, wo es nach leckerem Futter riecht! Weißt du was, wir gehen wieder rein und achten auf Räume, die für Pixel interessant sein könnten!“

Im technischen Forschungszentrum hielten die beiden ihre Augen nach der Tasche, also nach Pixel, offen. Diesmal führte eine andere Robina die Kinder durch das Zentrum. Im Chemielabor regte sich erste Hoffnung auf Erfolg. Denn hier roch es eindeutig nach Hundefutter! Robina 2 erklärte mit einer Roboterstimme: „Hier wird an Hundefutter geforscht. Pling! Die Tiere sollen ihr schönstes Fell bekommen! Pling!“

Plötzlich entdeckte Mimi, dass der Griff ihrer Tasche hinter einem Kästchen hervor blitzte. Dort musste Pixel sein! Mimi stupste Theo heimlich an seiner Schulter, und Theo verstand sofort! Jetzt bemühten sich Theo und Mimi, unbemerkt von Robina 2 in Pixels Richtung zu schreiten. Bei der Hündin angekommen, trauten Theo und Mimi ihren Augen nicht: Die Tasche war einen Spalt offen, Pixel hatte rosarotes Fell am Kopf! Und ihre Schnauze war voll Hundefutter! Mimi erschrak, aber war gleichzeitig heilfroh, Pixel wieder in die Arme schließen zu können!

Robina 2 unterbrach: „Hier ist ein Hund! Pling! Hundealarm! Hund während der Öffnungszeiten gesichtet! Pling!“ Sofort kamen zwei Wachen angerannt, begleitet von der Direktorin des Forschungszentrums. „Hunde sind hier streng verboten! Auf der Stelle müsst ihr das Zentrum verlassen!“

Mimi schimpfte: „Pixel hat nun aber einen rosaroten Kopf! Irgendwas stimmt mit eurem Futter nicht!“ Mimi und Theo bemerkten jetzt, dass Pixel winselte, zappelte und zu einer Türe mit Warnschild blickte. Mimi hastete mit Pixel zu dieser geheimnisvollen Türe. Die Direktorin schrie und wollte mit den Wachen verhindern, dass das Mädchen die Türklinke nach unten drückte. Zu spät. Mimi war glücklicherweise schneller und unzählige Hunde strömten den Kindern entgegen. Die Direktorin, die Wachen und Robina 2 waren überwältigt. Theo und Mimi nutzten die Chance mit allen Hunden zu flüchten.

Am nächsten Tag lasen Mimi und Theo: Kinder befreiten Hunde aus einem chemischen Labor! Tierversuche sollen auf der ganzen Welt verboten werden!

Ende gut, alles gut!


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