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WELS. Um Menschen, die aufgrund einer psychosozialen Erkrankung langzeitarbeitslos sind, wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, arbeitet pro mente mit dem Lebensmittelhändler Unimarkt zusammen.

Marktleiter Roland Platzer mit seinen Stammmitarbeiterinnen Dilek Cavdar und Gabriele Doppler in dem 470 Quadratmeter großen Unimarkt in der Grieskirchner Straße

Smartwork nennt sich das Angebot von pro mente, das aus einem sozialökonomischen Betrieb und einem Arbeitstraining besteht. Im Arbeitstraining sollen die Teilnehmer auf ihre Arbeit im Betrieb vorbereitet werden. Gearbeitet wird im Unimarkt in der Grieskirchner Straße, den man als Franchisenehmer betreibt. Die Zielgruppe von Smartwork sind Personen, die eine diagnos- tizierte psychische, oft auch körperliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit haben, erklärt Smartwork-Geschäftsleiter Bernhard Kolouch. Im Unimarkt arbeiten diese dann als sogenannte Transitmitarbeiter (derzeit 16) mit sieben Stammmitarbeitern zusammen, die sie auch anleiten.

Nach außen ist der Unimarkt ein Lebensmittelhändler wie jeder andere auch, auch das Sortiment ist dementsprechend. Zusätzlich bietet man ein Jausenservice und eine Salatbar an. Das ist aufgrund der relativ hohen Mitarbeiterzahl gut möglich. Großen Wert legt man auf regionale Produkte und eine gut sortierte Feinkost- und Backwaren-Abteilung. Zum Markt gehört auch ein Pflanzenhandel, der zur Garten-Hauptsaison geöffnet hat und Produkte anderer pro-mente-Standorte verkauft.

Die Transitmitarbeiter arbeiten im Durchschnitt 25 Stunden pro Woche, befristet auf zwei Jahre im Unimarkt. Ziel ist es, den Personen eine sinnvolle Tätigkeit zu geben, die auch eine Tagesstruktur schafft, ihr Selbstwertgefühl zu steigern und sie für den normalen Arbeitsmarkt vorzubereiten, auch im Umgang mit Kunden, Kollegen und einem Chef.

Hauptfinanziert wird Smartwork von den Eigenerlösen und vom AMS. Auch die Pensionsversicherungsanstalt unterstützt den Betrieb.


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