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Tips Logo  Anzeige, 17.04.2019 10:29

WELS. Bis 2040 wird sich in Wels die Zahl der Hochbetagten verdoppeln. Dadurch steigt der Pflegebedarf im mobilen und im stationären Bereich.

Nationalrätin Petra Wimmer sagt: "In Wels gibt es in manchen Bereichen einen großen Handlungsbedarf." Foto: Penninger

Es fehlt jedoch schon jetzt an Pflegepersonal und an Angeboten für die Pflege daheim. Das bestätigt eine Befragungsaktion der SPÖ Wels, bei der 1.000 Antwortkarten verteilt worden sind. Mehr Zeit für Pflege 48 Prozent der Befragten wünschen sich eine bessere Betreuung, vor allem mehr Zeit für Pflegebedürftige und eine angemessene Bezahlung von Pflegepersonal.

Leistbarkeit

Ein häufig genannter Wunsch ist die Entlastung von pflegenden Angehörigen. Hier braucht es eine Verbesserung der Heimhilfe und Angebote für eine Betreuung am Wochenende. Die Leistbarkeit von Pflege ist für 23 Prozent ein Thema. Zwölf Prozent nannten alternative Wohnformen für die Pflegestufen 1 bis 3 und den Ausbau der mobilen Dienste als wichtige Anliegen.

Heimzugang erschwert

Bei der weiteren Planung des Pflegebedarfs muss berücksichtigt werden, dass der Bund den Zugang zu stationären Einrichtungen erschwert hat. Seit 2018 ist nach dem Pflegefondsgesetz die Aufnahme in Alten- und Pflegeheime erst ab Pflegestufe 4 vorgesehen.

Zehn Punkte für die Zukunft

Die SPÖ Wels fordert in ihrem „10-Punkte-Zukunftsprogramm für gute Pflege“ unter anderem mehr Unterstützung von Pflege-bedürftigen im Alltag, leistbare Kurzzeitpflegeplätze – schon ab Pflegestufe 2, um Angehörigen eine Auszeit von der Pflege zu ermöglichen. Notwendig ist auch die Förderung von alters-gerechtem Wohnen durch Unterstützung der Stadt Wels bei Umbauten. „Eine Reihe von Maßnahmen könnten auf kommunaler Ebene von der Stadt Wels umgesetzt werden“, ist Fraktionsvorsitzender Stefan Ganzert überzeugt. Die SPÖ-Gemeinderatsfraktion wird sich weiterhin für gute Pflege in Wels einsetzen!