Arbeit der Landtagsabgeordneten sichtbar machen
WELS. Vertreter von vier Parteien bei einer gemeinsamen Besichtigung und bei einem gemeinsamen Essen – das kommt nicht so oft vor. Landtagspräsident Viktor Sigl lädt in den Bezirken die jeweils regionalen Landtagsabgeordneten dazu ein.

Ziel der Bezirkstouren ist es, die Arbeit der Abgeordneten vor den Vorhang zu holen und erfolgreiche Projekte hervorheben, an denen das Land eine wesentliche Rolle spielt und bei denen die Arbeit der Abgeordneten dahintersteckt, erläutert der Landtagspräsident. Was viele nicht wissen, zwei Drittel der Beschlüsse im Landtag fallen einstimmig, fügt Sigl hinzu: „Wir arbeiten gemeinsam für Oberösterreich“.
Fachhochschule besichtigt
Auf dem Programm in Wels stand neben einem Mittagessen mit Vertretern der wichtigsten Welser Organisationen ein Besuch in der Fachhochschule (Technik und Angewandte Naturwissenschaften). Die Fachhochschule Oberösterreich hat kürzlich ihren 25. Geburtstag gefeiert. 2.000 Studierende und 68 Studienrichtungen gibt es an den vier Standorten in Oberösterreich. Hauptgesellschafter mit 98 Prozent ist das Land.
„Die Arbeit im Plenum und in den Ausschüssen ist ein Teil der Arbeit. Alle Abgeordneten sind aber auch fest in ihren Heimatbezirken verwurzelt, sind in der Kommunalpolitik und in Vereinen engagiert. In ihren Bereichen werden sie zu Experten. Das ist auch ein Teil der Arbeit der Landtagsabgeordneten,“ umreist Sigl wie umfangreich die Arbeit der Mandatare ist.
Abgeordnete setzen sich für ihre Anliegen in der Region ein
Peter Csar (Vertreter der ÖVP) freut sich über die neue Studienrichtung Lebensmitteltechnologie und die in Wels gelebte Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Wichtig sind ihm auch mehr Planstellen für die Polizei und ein Verkehrskonzept. Auch ihm ist es ein Anliegen, über die Parteigrenzen hinweg für das Land zu arbeiten.
Silke Lackner von der FPÖ sieht die Weiterführung der Inklusionsklassen im ISZ Wels (Integratives Schulzentrum) als einen Erfolg für den alle vier Parteien gekämpft haben. Der Vorteil an der Welser Fachhochschule ist für sie, dass die Studienrichtungen gemeinsam mit der Wirtschaft entwickelt werden und Arbeitskräfte in der Region gehalten werden.
Petra Müllner (SPÖ) möchte, dass die Arbeit, die im Landtag geleistet wird, auch bei den Menschen ankommt, nicht die Meinungsverschiedenheiten. Ihre Anliegen für Wels: die soziale Sicherheit und der Ausbau der Kinderbetreuung - Stichwort Ausbau der Krabbelstuben, Nachmittagsbetreuung und Verringerung der Zahl der Kinder pro Gruppe.
Als Vertreterin der Grünen war Ulrike Schwarz in Wels. Sie sieht Wels als wichtige Messestadt – vor allem die Energiesparmesse und die Integra sind Vorzeigemessen. Sie freut sich über den Schwerpunkt Umwelttechnologie in der Fachhochschule. Zu verbessern wäre in Wels die Verkehrssituation - auch hinsichtlich öffentlichem Verkehr und Radfahren.


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