Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Tips Logo  Anzeige, 15.12.2021 07:06

WELS. Gelingt es nicht, mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen, verlieren Welser Betriebe Aufträge. In Zeiten guter Konjunktur müsse man das Arbeitskräftepotenzial voll ausschöpfen, sagt WKO-Obmann Franz Edlbauer.

„Arbeitslosigkeit dürfen wir bei guter Konjunktur nicht hinnehmen“, sind sich WKO-Obmann Edlbauer (re.) und Sebastian Ganthaler einig. (Foto: WKOÖ)

Es ist eine Situation, die so nicht weiter tragbar ist, warnt WKO-Obmann Franz Edlbauer: „Wenn unsere Betriebe Aufträge ablehnen und gleichzeitig Arbeitslose von Sozialleistungen leben müssen, haben wir akuten Handlungsbedarf.“

Unternehmen sucht dringend Mitarbeiter

Bei der Entholzer Fenster und Türen GmbH ist dieser mittlerweile groß geworden. Weil die Auftragslage ausgezeichnet ist, könne man sofort zehn zusätzliche Mitarbeiter aufnehmen, einen Eineinhalb-Schichtbetrieb fahren und 30 Prozent mehr produzieren. „Stattdessen müssen wir leider Aufträge ablehnen, die unserer Region unwiederbringlich verloren gehen“, erklärt Firmenchef Sebastian Ganthaler.

Rund 40.000 Fenster fertigt und montiert seine Firma mit 50 Mitarbeitern für Bauträger, Privatkunden und Fachhändler pro Jahr. Bis zu 2.700 Euro brutto können ungelernte Mitarbeiter mit Überstunden und Zuschlägen im Monat verdienen. Trotz intensiver persönlicher Kontakte zu arbeitslos Gemeldeten finde man kaum Verstärkung.

Aus- und Weiterbildung forcieren

WKO-Obmann Franz Edlbauer ortet strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt, die in einer gemeinsamen Anstrengung von Stadt Wels, AMS, Schulen und Bildungseinrichtungen angegangen werden müssen. „Fast die Hälfte der Arbeitslosen ist unter 40 Jahre alt, 50 Prozent haben nur einen Pflichtschulabschluss“, konstatiert Edlbauer. Deshalb müsse man deren Aus- und Weiterbildung ganz gezielt und individuell forcieren. Daneben brauche es aber auch Sanktionen, wenn sich jemand dieser Unterstützung verweigert. „Die WKO wird alles unternehmen, damit sich Arbeitslosigkeit in Zeiten des Arbeitskräftemangels nicht verfestigt“, betont Edlbauer.

Weitere Informationen findet man hier:

WKO Wels (Stadt)