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WELS. Wirtschaftskammer Obmann Franz Edlbauer sieht die Betriebe stark gefordert wie noch nie. Der Arbeitsmarkt kommt nicht zur Ruhe und das Stimmungsbarometer zeigt nach unten. Das bedeutet eine Spirale, aus der man raus muss.

Franz Edlbauer, Obmann der WKO Wels-Stadt (Foto: FOTOWerkgarner)
Franz Edlbauer, Obmann der WKO Wels-Stadt (Foto: FOTOWerkgarner)

Edlbauer verweist auf eine aktuelle Konjunkturumfrage: „Vier von zehn Unternehmen gehen aktuell von einer schlechteren Auftragslage in den nächsten zwölf Monaten aus. Da braut sich etwas zusammen, das uns allen nicht guttut. Nicht nur die aktuelle Stagnation bei den offenen Stellen in Wels deutet also auf einen beginnenden Konjunkturumschwung hin“. Er verweist auch auf aktuelle Arbeitsmarktzahlen. „In den letzten Jahren ist die Zahl der offenen Stellen immer Monat für Monat bis zum August kontinuierlich gestiegen. Heuer gab es überraschenderweise im Juni keine Steigerung der offenen Stellen gegenüber dem Vormonat“. Mit Ende Juni 2022 stehen in Wels 4.028 offene Stellen rund 3.000 Arbeitssuchende gegenüber. 

Die anhaltend angespannte Situation, keine geeigneten Mitarbeiter zu finden, belastet mittlerweile acht von zehn Betrieben. „Der wirtschaftliche Ausnahmezustand, mit dem wir seit knapp 2,5 Jahren zu kämpfen haben, hört leider nicht auf. Die Krisen haben insbesondere den Arbeitsmarkt noch weiter aus dem Gleichgewicht gebracht. Unsere Betriebe suchen händeringend nach Mitarbeitern, finden aber trotz aller Anstrengung keine“, konstatiert Edlbauer und weiter „Wir müssen mit aller Kraft verhindern, dass die aktuell schlechte Stimmungslage, die absolut nachvollziehbar ist, langfristige negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und letztlich auf die Konjunktur haben“


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