Klimachecker: Lehrlinge als findige Ideenbringer
WELS. Es geht um Nachhaltigkeitsprojekte für das eigene Unternehmen, das auch noch Mehrwert hat. Teufelberger-Lehrlinge haben sich mit diesem Thema beschäftigt und hausintern viel angestoßen.

Das Klimabündnis Oberösterreich hat das Projekt „Klimachecker at Work“ ins Leben gerufen. Sechs Industrieunternehmen im Land sind mit dabei, darunter eben Teufelberger. Die Jugendlichen haben gemeinsam Projekte erarbeitet, die in der Firma umgesetzt werden können. Bei einem Pressetermin mit LR Stefan Kaineder (Grüne) stellten sie diese vor. Die Lehrlinge haben ein Sammelsystem für PET-Flaschen entwickelt. Dazu organisierten sie die Abholung und Weiterverarbeitung der PET-Flakes und dass diese wieder zurück zu Teufelberger kommen. Nach einer Qualitätskontrolle können diese wieder verarbeitet werden. Eine einzige PET-Flasche liefert Material für ein drei Meter langes Umreifungsband. Auf Anregung der Jugendlichen gibt es eine neue LED-Beleuchtung im Hochregallager, Bewegungsmelder in den Gängen und Toiletten. Im kommenden Jahr will die Gruppe ein Repair Cafe organisieren, damit gemeinsam kaputte Elektrogeräte repariert werden können.
Die Intention für alle, bei dem Projekt mitzumachen, sind der Schutz der Umwelt und ein schonender Umgang mit den Ressourcen. Damit stoßen sie bei Kaineder auf offene Ohren: „Wir müssen jetzt an vielen Schrauben gleichzeitig drehen, um die Klimakrise noch abzuwenden. Die Jugendlichen haben in den Firmen einen guten Blick von außen, da sie noch nicht so im Hamsterrad sind“.
Nachhaltigkeit ist bei Teufelberger ein großes Thema: „Unser Produkt wäre für eine 100-prozentige Kreislaufwirtschaft geeignet. Aber die Kunden sammeln die gebrauchten Bänder oft nicht“, meint Jürgen Scheiblehner, Geschäftsführer von Strapping Solutions (Umreifungslösungen). Es brauche klare gesetzliche Vorgaben.


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