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Volle Projektmappe im Welser Straßenverkehr: Mobilitätskonzept auf dem Weg

Gerald Nowak, 14.03.2023 18:00

WELS. Verkehrsstadtrat Stefan Ganzert (SP) erhöht immer wieder die Sprechgeschwindigkeit, wenn er von seinen Projekten spricht. „Der Steg nach Schleißheim ist schon sehr weit. Die Beamtenschaft hat den Fachentwurf für die Ausschreibung für das Mobilitätskonzept fertig“, kommt es im Stakkato.

Die Welser Roseggerstraße- eine Einbahn. (Foto: Tips)
  1 / 2   Die Welser Roseggerstraße- eine Einbahn. (Foto: Tips)

Der Dauerbrenner Öffnung der Roseggerstraße liegt auch auf dem Tisch: „Wir haben eine Lösung zumindest für den Radverkehr erarbeitet. Die werden wir im kommenden Verkehrsausschuss diskutieren. Dann wird es zu einer politischen Lösung kommen, ob wir die Öffnung zumindest für den Radverkehr wollen oder nicht“, meint Ganzert. Generell wird dem Thema Fahrrad viel Platz eingeräumt. Da geht es nicht nur um die Forderungen seitens der Welser Radler oder die Petition zweier Welser Gymnasien, sondern um generelle Anliegen: „Wenn wir den Radanteil auf 20 Prozent erhöhen wollen, und hier gibt es einen Gemeinderatsbeschluss, dann muss woanders Platz weggenommen werden. Der Raum wird nicht größer. Ich will sichere Verbindungen für Radfahrer von Nord nach Süd und von West nach Ost schaffen“, meint Ganzert.

Ausschreibung

Deswegen ist auch die Ausschreibung für das Mobilitätskonzept so wichtig. Es gehe um die generellen Fragen, wie der Straßenverkehr, Radfahrer, Fußgänger, aber auch der öffentliche Verkehr in 20 Jahren in Wels aussehen sollen und daran müssen sich dann die Einzelmaßnahmen orientieren, erklärt der zuständige Referent. Deswegen muss auch hier die politische Frage geklärt werden, was man will. „Darauf aufbauend können Verkehrsplaner dann ein Konzept erstellen. Vor dem Sommer müsste zumindest die Ausschreibung stehen“, hofft Ganzert. Für ihn steht der Autoverkehr nicht im Vordergrund, sondern es „braucht ein generelles Konzept für die Mobilität in der Stadt“. Viele Gewohnheiten haben sich verändert und neue Formen wie E-Scooter sind dazugekommen. Das muss berücksichtigt werden.

Steg nach Schleißheim

Der lange diskutierte Steg in die Nachbargemeinde über die Traun ist wohl in der Zielgeraden. In den Anliegerkommunen stehen noch Gemeinderatsbeschlüsse über die Mitfinanzierung aus. „Wir denken, dass wir in den nächsten Wochen den endgültigen Plan präsentieren können“, sagt Ganzert. Ein Problem könnte der Mitarbeitermangel in der Abteilung sein: Er verlangt auch, dass endlich wieder ein Stadtbaudirektor eingesetzt wird, der beispielsweise die Koordinierung zwischen Stadtplanung und Tiefbau übernimmt. Der Ball liegt beim Bürgermeister, so Ganzert.


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