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WELS. Zum letzten Mal präsentierte Günter Stadlberger die Bilanzzahlen der Raiffeisenbank und die sind sehr erfreulich. Der 64-Jährige geht mit Jahresende in Pension.

Günter Stadlberger (Foto: Hauser)
Günter Stadlberger (Foto: Hauser)

In fast allen Bereichen gab es nur positive Zahlen. Die Bilanzsumme der größten Raiffeisenbank in Oberösterreich mit elf Bankstellen in der Region stieg auf knapp über 1,9 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis betrug 2023 41 Millionen Euro. Das ist ebenfalls ein Plus von 74 Prozent.

Die Raiffeisenbank konnte im vergangenen Jahr rund 3.500 Neukunden gewinnen. Ersteinlagen wuchsen um zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Der Zuwachs an Neukunden liegt auch bei Online-Bewertungen der Bank. Die sind was Konditionen betrifft äußerst positiv und so meldeten sich aus ganz Österreich Neukunden.

Mit den steigenden Zinsen wird auch das Sparbuch wieder attraktiver: „Das Sparbuch ist nicht tot, es hat einen großen Wert für die Menschen und auch für die Banken für deren nötige Liquidität“, erklärt Stadlberger. Solange es die guten Zinsen gibt, sollte man sie auch nutzen.

Nur beim Kreditgeschäft gab es einen Rückgang um zwei Prozent. Bei der Immobilienfinanzierung waren es sogar 70 Prozent. „Niemand sollte sich aber abhalten lassen, nach Eigentum zu streben, es ist die beste Zukunftsvorsorge, die man machen kann. Eigentum schlägt Miete“, bricht Stadlberger eine Lanze. Der Banker fordert, dass nicht nur Neubau, sondern auch Sanierungen gleichermaßen von der öffentlichen Hand gefördert werden.

Generell sieht er die Region auf einem guten Weg: „Wels ist die Hauptstadt der Familienbetriebe“, so der Vorstandsvorsitzende. Das zeigt sich auch darin, dass sich rund zwei Drittel der Finanzierungen im Kommerzkunden Bereich ansiedeln. „Wir sind eine Universalbank geworden“, sagt Stadlberger. Filial-Schließungen sind keine geplant: „Wir beschäftigen uns nicht damit“.


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