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Mobilitätskonzept für Wels: Schneckentempo aufgeben und Taten folgen lassen

Gerald Nowak, 26.03.2024 06:30

WELS. Wirtschaftskammer-Obmann Franz Edlbauer fordert mehr Tempo beim immer wieder angekündigten Mobilitätskonzept: „Das bislang letzte Generalverkehrskonzept von Hubert Rinderer stammt aus dem Jahr 1989. Seither gab es in Wels keinen Gesamtblick mehr auf die Themen Verkehr und Mobilität“.

Ein Hinweistaferl am Ring (Foto: Tips)
  1 / 2   Ein Hinweistaferl am Ring (Foto: Tips)

„Wir müssen endlich vom Fleck kommen, denn derzeit bewegen wir uns im Schneckentempo, was die Überarbeitung der Welser Mobilität anbelangt“, so Edlbauer weiter. Der dafür zuständige Stadtrat für Verkehr, Stefan Ganzert, hat vor mittlerweile knapp einem Jahr verlautbart, dass wir endlich wegkommen müssen von vielen Einzelmaßnahmen. „Damit hat er auch Recht, denn Wels braucht ein breites Zukunftskonzept, das alle Mobilitätsformen mitdenkt und zukunftsfähige, intelligente Lösungen bereithält“, so Edl-bauer weiter und ergänzt: „Der gesamte Verkehr, sei es der öffentliche, der Radverkehr oder aber der Individualverkehr, ist für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Wels von besonderer Bedeutung. Gerade in Zukunft wird das Thema Mobilität ein immer wichtiger werdender Standortfaktor. Aus diesem Grund lassen wir als Interessenvertretung nicht locker“.

Zukunftsfit machen

Es sind sich ja alle einig, dass es ein neues gesamtheitliches Konzept braucht. Letztlich geht es der WKO Wels darum, dass man sich mit der Frage beschäftigen muss, wie Wels in puncto Verkehr 2040 aussehen soll. Denn seit der letzten Überarbeitung vor 35 Jahren ist das Welser Stadtgebiet kaum wiederzuerkennen. „Alleine ein Blick im Bereich der Oberfeldstraße: Dort ist Wohnraum für mehrere Tausend Personen geschaffen worden, die Verkehrsanbindungen sowie das Straßennetz hat sich aber nicht im gleichen Ausmaß entwickelt“, hält Edlbauer fest. Geht es nach der WKO, hat Wels nun mit dem Mobilitätskonzept die einmalige Gelegenheit, das Verkehrswegenetz neu zu ordnen und an die aktuellen und künftigen Gegebenheiten anzupassen. „Machen wir die Welser Mobilität in all ihren Facetten zukunftsfit“, so der Kammerobmann.

Thema Parkleitsystem

Das Thema Parken in der Innenstadt ist ein Dauerbrenner bei Welsern, aber auch Besuchern. „Wels hat ausreichend Parkmöglichkeiten, viel mehr als andere Städte. Leider weiß man aber über das bestehende Angebot zu wenig Bescheid“, meint Edlbauer. Deswegen brauche es ein intelligentes Parksystem, das bereits bei den Einfallsstraßen die Besucher zu den passenden Plätzen leitet. „Damit beenden wir einerseits das leidige Thema des Parkens und bringen andererseits neue Kunden in die Innenstadt.“ Alleine in der Innenstadt befinden sich am Kaiser-Josef- Platz, am Marktplatz, beim Traunpark sowie im Gerstl-Haus viele Parkmöglichkeiten.


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