Nach Styrol-Verunreinigung: eine Notwasserversorgung eingerichtet
WELS. Das Stillschweigen rund um die Styrol-Verunreinigung nach einem Güterzug-Unfallin der Pernau Ende September hat ein Ende. Eine Notwasserversorgung für 20 Haushalte ist eingerichtet und weitere Maßnahmen sind in Planung.
Sperrbrunnen sollen das Styrol herausfiltern. Der Stoff ist im Grundwasser und rinnt sehr langsam Richtung Marchtrenk. Deswegen hat die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land einen Krisenstab einberufen. Zusätzlich hält die Stadt die Marchtrenker Bewohner via Aussendungen und in den Sozialen Medien auf dem Laufenden. „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang, um diese Situation bestmöglich zu meistern. Wir arbeiten lösungsorientiert weiter und werden die Betroffenen im Falle neuer gesicherter Erkenntnisse umgehend informieren“, so Bezirkshauptfrau Elisabeth Schwetz und SP-Bürgermeister Paul Mahr (Marchtrenk).
Situation beobachten
Es bestehe nach wie vor Gefahr für Haushalte mit eigenem Hausbrunnen, die nicht an die Ortsleitung angeschlossen sind. Das öffentliche Trinkwassernetz ist sicher. Weitere Maßnahmen sind in Planung. Die betroffenen Anrainer werden gesondert informiert. Die Situation wird permanent überwacht.
Auch in Wels kommt langsam Bewegung in den Informationsfluss. Vorher herrschte eher Schweigen im Walde. Bei einem Informationsabend in der Pernau
gab es harsche Kritik an der Vorgehensweise und dem Schweigen seitens des Magistrats. Bei Katastrophenfällen sollen sich in Hinkunft alle beteiligten Behörden, Einsatzkräfte und Stadtsenatsmitglieder quasi „vom ersten Tag an“ in einem Krisenstab zusammenfinden und dann gemeinsam nach außen kommunizieren, fordert der Grünen-Stadtrat Thomas Rammerstorfer.
In der Zwischenzeit hat die eww binnen drei Tagen eine Notwasserversorgung für 20 betroffene Haushalte in der Schafwiesen geschaffen. Weitere Maßnahmen sind in Planung und das Testen bleibt aufrecht.
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