Neuer Anlauf für Nahversorger in Offenhausen
OFFENHAUSEN. Am Dienstag, 22. September soll in der Gemeinderatssitzung der jüngste Vorschlag zur Ansiedelung eines Nahversorgers erstmals den Mandataren und anwesenden interessierten Bürgern präsentiert werden. Die Freiheitliche Partei ist allerdings schon eine Woche vorher mit einem Postwurf an die Haushalte vorgeprescht und macht Stimmung für einen Sparmarkt auf der Turnwiese.

Die Möglichkeit am Trainingsplatz des SCO Offenhausen wurden von Spar als zu klein verworfen. Das Konzept des pensionierten Baumeisters Josef Zauner für die Turnwiese hingegen entspricht den Vorstellungen der Handelskette.
Keine neue Idee
Dieser Standort war früher schon im Gespräch. Der Gemeinderat entschied sich aber damals, stattdessen den halben Sportplatz zu prüfen und die Turnwiese nicht für Spar zur Verfügung zu stellen.
„Die Entscheidung ist damals schon im Vorfeld gefallen. Wir hatten auch die Verlegung der Sportplätze nach außen angedacht und Angebote eingeholt. Nachdem die Prüfung zeigte, dass Verlegung und Errichtung des Sportheims mit allen Nebengeräuschen deutlich mehr als drei Millionen Euro gekostet hätten, wurde die Idee verworfen“, erklärt Bürgermeisterin Martina Schmuckermayer (ÖVP).
2019 folgte das Projekt der Familie Daxl im Kern von Offenhausen, am Gerberei-Kainz- Areal, das 2025 aus mehreren Gründen im Sand verlief. Dann wurde die nächste Option geprüft.
Zu wenig Parkfläche
„Wir haben jetzt eineinhalb Jahre mit Spar Gespräche geführt über einen möglichen Standort zwischen Freibad und Sportplatz. Dort wäre ein baufälliges Haus zu kaufen, das abgerissen gehört. Das wäre der beste Standort an der Kreuzung gewesen. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt“, berichtet Schmuckermayer. Schlussendlich waren es für Spar zu wenig Parkplätze.
Nach dieser Mitteilung vor dem Sommer wurde die Turnwiese wieder aktuell und der pensionierte Baumeister Zauner aktiv. Er stellt Spar und dem Gemeindevorstand ein Projekt vor.
„Habe schwerste Bedenken“
Wie die Bürgermeisterin zur Turnwiese als Standort steht? - „Ich bin Bürgermeisterin. Ich darf mich einer demokratischen Mehrheit verpflichtet fühlen, aber: Ich hab schwerste Bedenken. Ich weiß, dass die Gemeinde keine Kosten tragen kann, wenn wir Ersatzflächen schaffen müssen“, sagt Schmuckermayer die darauf hinweist, dass Schüler die Turnwiese in den bewegten Pausen sehr viel nutzen, sich der Beachvolleyballplatz darauf befindet und dort ist immer etwas los sei.
„Damals war die Mehrheit dafür, dass wir die Fläche unberührt lassen, falls wir sie mal brauchen. Zum Beispiel als Erweiterungsfläche für die Schule. Was ist wenn der Ort wächst. Das ist der einzige Platz den wir noch haben“, gibt die VP-Politikerin zu bedenken.
„Aber es gibt viel zu klären, auch die Widmung. Es gibt keinen Vertrag, noch nicht einmal ein ordentliches Gespräch. Wir haben eigentlich noch gar nichts, wir sind erst am Start“, betont Schmuckermayr vor der Gemeinderatssitzung. Dass es ein schwieriges Thema ist und wird, zeigen die vergangenen Jahre: „Ich wünsche mir auch ein Geschäft im Ort. Ich würde auch gerne am Weg in die Arbeit einkaufen. Aber uns muss auch bewusst sein, was der Preis dafür ist“, so die Bürgermeisterin.








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