Familienfreundliche Gemeinde: OÖ führend, Linz-Land schwächelt
LINZ-LAND. Während Oberösterreich führend beim Audit „familienfreundlichegemeinde“ im Bundesländervergleich ist, steht der Bezirk Linz-Land mit „nur“ drei auditierten Gemeinden eher schwach da.

Seit Beginn des Projektes Audit „familienfreundlichegemeinde“, im Jahr 2006, haben in OÖ bis dato 139 Gemeinden am Audit teilgenommen. Einige davon befinden sich derzeit noch im Auditprozess, alle anderen wurden vom Bundesministerium für Familie und Jugend mit dem Grundzertifikat oder mit dem staatlichen Gütezeichen für ihr großes Engagement und für mehr Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Von den ausgezeichneten Gemeinden haben 26 Kommunen auch das UNICEF-Zusatzzertifikat „Kinderfreundliche Gemeinde“, welches im Rahmen des Auditprozesses mit Fokus auf kinderrechtsrelevante Themenbereiche angeboten wird, erhalten.
Maue Bilanz in Linz-Land
Von 139 Audit-Gemeinden sind nur drei Gemeinden aus dem Bezirk Linz-Land: Wilhering (seit 2012 zertifiziert, noch bis Juni 2018), Neuhofen an der Krems (seit 2014 zertifiziert, noch bis Oktober 2017) und Kronstorf (zertifiziert seit heuer, gilt bis August 2019). Das Audit „familienfreundlichegemeinde“ ist ein kommunalpolitischer Prozess für österreichische Gemeinden, Marktgemeinden und Städte. Ziel des Audits ist es, das Vorhandensein familienfreundlicher Maßnahmen in der Gemeinde zu erheben und den Bedarf an weiteren zu ermitteln. Unter Einbindung aller Generationen und Fraktionen entwickelt eine Projektgruppe individuell und bedarfsorientiert neue Maßnahmen zur Erhöhung der Familienfreundlichkeit.
Die im Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen sind innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Nach Begutachtung der umgesetzten Projekte durch anerkannte Gutachter/innen werden die Gemeinden mit dem staatlichen Gütezeichen ausgezeichnet. „Oberösterreich ist das einzige Bundesland, wo die Kommunen für die Umsetzung des Auditprozesses finanzielle Unterstützung aus Landesmitteln erhalten. Bis zu 10.000 Euro Landesförderung wird den teilnehmenden Gemeinden refundiert“, freut sich Familienreferent Manfred Haimbuchner. Die Förderaktion läuft noch bis 31. Dezember 2018. Das ist der spätest mögliche Zeitpunkt für den Beginn des Prozesses. Für die Projektumsetzung und Einreichung der Rechnungen im Familienreferat sind weitere drei Jahre vorgesehen. Infos unter www.familienkarte.at und www.familieundberuf.at


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