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  1 / 5   Milan Nebesar (Direktor im Büro des südböhmischen Kreishauptmannes), Christian Jachs, Bgm. Erich Traxler, LH-Stv. Franz Hiesl, LAbg. Gabriele Lackner-Strauss und LAbg. Johann Affenzeller (v.l.); mehr auf www.tips.at *Foto: Land OÖ/Kraml
WINDHAAG. Das Besucherinformationszentrum am Grünen Band (Green Belt Center) wurde am 3. Mai feierlich eröffnet. Das Center soll die Menschen beider Länder – Österreich und Tschechien – zusammenführen, sagte Milan Nebesar. „Ich wünsche euch viele Jahre der erfolgreichen Entwicklung und Zusammenarbeit mit dem südböhmischen Kreis.“ Mit dem auffälligen Holzbau und dem 16 Meter hohen Turm soll das „über die Grenzen schauen“ noch einfacher gemacht werden. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl: „Vor einem Jahr war ich beim Spatenstich dabei, jetzt können wir schon die Eröffnung feiern. Das ehemalige Mühlviertler Waldhaus hat eine lange Geschichte. Seitdem sind rund 200.000 Besucher ein und aus gegangen. Jetzt ist es ein modernes Besucherinformationszentrum und ein bedeutendes Tourismusprojekt für den sanften Tourismus, aber auch ein zeitgeschichtliches Projekt mit der derzeitigen Ausstellung.“ Hiesl sowie Projektleiter Josef Engelmann und Christoph Lettner (Naturraum GmbH) wurden mit dem „Übermorgenstein“ von Bürgermeister Erich Traxler ausgezeichnet. Obmann und Vizebürgermeister Heinrich Graser bekam im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier eine Granituhr für das Green Belt Center überreicht.   Mitgefeiert haben auch Landeshauptmann-Stv. Franz Hiesl, Bundesrat Christian Jachs als Vertreter aller Bürgermeister, die Landtagsabgeordneten Hans Affenzeller und Gabriele Lackner-Strauss, Euregio-Geschäftsstellenleiter Mühlviertel Wilhelm Patri, LEADER-Geschäftsfüherin Conny Wernitznig, Vertreter aus Tourismus und Naturschutz, die Ortsplaner, Architekten, Ausstellungsgestalter und Vertreter der ausführenden Firmen.   Mühlviertler Waldhaus wird zum „Green Belt Center“Im Jahr 1982 wurde der Verein „Mühlviertler Waldhaus“ rund um das ehemalige Schulgebäude im Ortszentrum gegründet. Einige Jahre später vermittelten eine Ausstellung und ein Naturlehrpfad einen Einblick in eine Natur, die sich fast unberührt im ehemaligen Grenzgebiet entfalten konnte. Mehr als 30 Jahre später bietet das neu gestaltete Green Belt Center auf insgesamt 1.000 Quadratmetern Platz für Ausstellungen und Informationen rund um die Natur, die Geschichte und die Zukunft des Grünen Bandes. Im Inneren des modern gestalteten Zentrums lädt eine Ausstellung rund um das Grüne Band Europa zum Eintauchen in die Vielfalt dieser Geschichte. Zu Beginn steht der Eiserne Vorhang und die Natur der ehemaligen Grenzgebiete im Fokus des Rundganges. Über die regionalen Grenzen hinweg führt die Ausstellung die Besucher/innen von der subarktischen Tundra im Norden Europas bis an das Schwarze Meer. Im Mittelpunkt steht dann das österreichische Grüne Band im Mühlviertel. Der „Zukunftsraum“ am Ende der Ausstellung bietet einen Ausblick auf die Welt von „Übermorgen“. Im Dachgeschoss des Centers wird in einer eigens gestalteten Ausstellung über Ritter und Siedler bis hin in das 20. Jahrhundert ein Blick auf die ereignisreiche Vergangenheit der Region geworfen.   „Felsenkino & Dschungelzimmer“ bieten Abenteuer Um die Natur der einst unüberwindbaren Grenze hautnah erleben zu können, bietet das Green Belt Center verschiedene Vermittlungsprogramme an. „Wilde Delikatessen“ werden etwa bei einer Wanderung von Hammern nach Zettwing gesammelt, um gemeinsam ein geschmackvolles Gericht zu zaubern. Zwergerl und Blütenfeen kommen bei einer Wald- und Wiesenwanderung auf ihre Kosten. In der geführten Wanderung wird gemeinsam mit den Kindern ein Zwergenhaus gebaut und aus Wiesenblumen ein „Zwergenmenü“ zubereitet. Ein Abenteuer für Schüler/innen bietet das Green Belt Center künftig mit dem „Felsenkino & Dschungelzimmer“. Entlang der Maltsch bekommt der wissbegierige Nachwuchs die Gelegenheit, die moosbewachsenen Felsen zu erkunden, Brennnessel zu verkosten und interessanten Geschichten rund um das Grüne Band zu lauschen. Mit dem „Grenzland-Camp“ bietet das Green Belt Center vier Tage lang die Möglichkeit, die wild-romantische Landschaft entlang der ehemaligen Grenze kennenzulernen und fernab des Alltages in die Natur einzutauchen.   Zentrum als „Band zur Geschichte“Das modern gestaltete Zentrum bietet nicht nur Platz für die Natur des Grünen Bandes, sondern gibt auch die Gelegenheit, in die Geschichte des Eisernen Vorhangs an der oberösterreichisch-tschechischen Grenze einzutauchen. Die Ausstellung „Vom Stacheldraht zum Grünen Band“ lädt Jugendliche zur Auseinandersetzung mit der ehemaligen „Todeszone“ ein. Besonders Geschichten rund um schicksalshafte Lebensläufe entlang der Grenze lassen die historischen Ereignisse „begreifen“. Etwas Unsichtbares sichtbar zu machen – damit beschäftigt sich das Programm „GRENZErfahrung“. Im Fokus des Kulturvermittlungsprogramms „Verschwundene Dörfer“ steht das südböhmische Dorf Cetviny/Zettwing, das sich 1955/56 „auflöste“. Der Besucher begibt sich auf die Spuren dieser rätselhaften Geschichte und vor allem der Menschen, die vor 60 Jahren ihre Heimat verloren haben. Direkt vor Ort haben die Besucher/innen die Gelegenheit, die Spuren jener bewegenden Zeit zu erkunden und so Zeitgeschichte spannend zu erleben.   “Checkpoints“ entlang der Eisernen Grenze Das Green Belt Center lädt seine Besucher/innen zusätzlich zu den vielfältigen Informationsquellen innerhalb des Hauses dazu ein, geschichtliche Schätze in der unmittelbaren Umgebung zu erkunden. Zwölf ausgewählte „Checkpoints“, darunter unter anderem das Zimmermannshaus oder die Schmiede „Hofwieshammer“, geben Interessierten einen besonderen Einblick in ihre ganz eigene Geschichte entlang des Grünen Bandes. Zusätzlich kann der Veranstaltungsraum im? Green Belt Center für Feiern, Seminare oder Präsentationen gemietet werden.   Grünes Band Europa-Erfinder Kai Frobel zu Gast in Windhaag Einen Bildungsort für lebenslanges Lernen zu schaffen, den Zugang zur Natur am „Grünen Band“ zu schaffen und berührende Geschichten zu erzählen – all das steht im Fokus der Naturraum Grünes Band GmbH, die sich verantwortlich für das Green Belt Center zeichnet. Nach der kompletten Neugestaltung des Informationszentrums wird der Eröffnungstag am Sonntag, 3. Mai mit einer Florianimesse begonnen, die um neun Uhr in der Pfarrkirche stattfindet. Um zehn Uhr findet dann die offizielle Eröffnung des Green Belt Centers statt. Die Begrüßung nimmt Bürgermeister Erich Traxler vor. Nach Grußworten von Ing. Milan Nebesá? und Vizebürgermeister Heinrich Graser folgt der Projektbericht des Geschäftsführers der Naturraum Grünes Band GmbH, Christoph Lettner. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl eröffnet das vom Land OÖ und der Europäischen Union geförderte Green Belt Center feierlich. Als Ehrengast wird Kai Frobel, der Initiator des Grünen Bandes, an der Eröffnung teilnehmen. Nach der Segnung des Green Belt Centers durch Pfarrmoderator Antonius Grgic haben die Besucher/innen neben einem kulturellen Rahmenprogramm die Möglichkeit, in die Welt des Grünen Bandes im neuen Informationszentrum einzutauchen.   Eröffnung „OTELO Grenzenlos“ Als ein Höhepunkt zur Eröffnung des „Green Belt Centers“ in Windhaag bei Freistadt wurde unter dem Motto: Altes bewahren – NEUES SCHAFFEN das Bürgerbeteiligungsprojekt „OTELO grenzenlos“  im Handwerkerhaus, in der Nähe des „Green Belt Center“, offiziell eröffnet. Geboten wurden lebendiges Handwerk und ein BIO-Schmankerlmarkt. Meister aus der Region zeigten vor Ort ihr Können und boten ihre Erzeugnisse feil. Das erhaltenswerte Handwerkermuseum ist das neue “OTELO grenzenlos“. Die alte heimelige Stube fungiert als Begegnungszentrum für alle Generationen, Kulturen und Religionen.

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