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BEZIRK RIED. 260 Freiwillige liefern im Bezirk Ried „Essen auf Räder“ aus. Im letzten Jahr waren es 131.690 Portionen Essen. Walter Grübler aus Wippenham stellt sich schon seit 15 Jahren in den Dienst der guten Sache.

V. l.: Franz Prenninger, Walter Jungmayr und Walter Grübler Foto: Planitzer
V. l.: Franz Prenninger, Walter Jungmayr und Walter Grübler Foto: Planitzer

Was im Jahr 1994 mit drei freiwilligen Mitarbeitern des Roten Kreuzes in Obernberg begann, hat mittlerweile große Dimensionen angenommen. Im Durchschnitt etwa 370 Essen täglich werden von den Mitarbeitern des Roten Kreuzes zu pflegebedürftigen Menschen im ganzen Bezirk gebracht. Seit Beginn der Aktion in Wippenham im Dezember 2004 ist Walter Grübler einer der Essensausfahrer. Er ging zu diesem Zeitpunkt gerade in Pension, fühlte sich fit und wollte etwas für die Allgemeinheit leisten. So kam er zu „Essen auf Rädern“, das ihm in den letzten 15 Jahren sehr ans Herz gewachsen ist.

15.000 Portionen verteilt

Mittlerweile hat er zirka 15.000 Portionen Essen verteilt. Grübler und sein Kollege Franz Prenninger, der zurzeit die Aktion für Wippenham koordiniert, sind sich einig, dass viele der Betreuten ohne diesen Dienst nicht mehr eigenständig leben könnten und Heimplätze in Anspruch nehmen müssten. Beide betonen, welche tollen Kontakte zu manchen der belieferten Menschen entstünden: „Die Leute warten schon auf uns, sie möchten uns von ihren Erlebnissen erzählen. Zum Teil können die Menschen ihre Wohnungen kaum mehr verlassen, umso glücklicher sind sie über den Kontakt und die Ansprache.“ Die Leute wachsen ihnen ans Herz.

Freiwillige haben Erste-Hilfe-Ausbildung

Die Freiwilligen haben eine Erste-Hilfe-Ausbildung, um bei gesundheitlichen Problemen helfen zu können. Wenn jemand die Wohnungstüre nicht öffnet, wird mit der Leitstelle des Roten Kreuzes Rücksprache gehalten. Meist stellen sich die Gründe für das Nicht-Öffnen als harmlos heraus, im schlimmsten Fall kann es sich aber auch um Notfälle handeln. Für die Mitarbeiter des Roten Kreuzes ist es oft gar nicht so leicht, wenn sie Klienten wieder verlieren, weil diese vielleicht einen höheren Pflegebedarf haben und in ein Heim aufgenommen werden müssen. Beide Wippenhamer wissen um ihren persönlichen Gewinn durch ihr Engagement bei „Essen auf Rädern“. Franz Prenninger meint: „Man lernt so viele Schicksale kennen, das erweitert auch den eigenen Horizont und macht einen dankbar für die eigene Gesundheit.“ Grübler, der nach 15 Jahren nun Abschied nimmt von „Essen auf Rädern“, wünscht der Aktion, dass sich immer wieder genug Freiwillige finden, die bereit sind, Zeit für die Allgemeinheit zu investieren: „Mein Leben wurde durch diesen Dienst sehr bereichert, ich kann eine Mitarbeit bei dieser Einrichtung nur empfehlen.“


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